Nachdem er uns die Lehren übergab, welche die Quellen, Konstruktionen und die Einfuhr der Geschichten aus uralter Zeit erklärte (Likutei Maharan, Thora 60), machte Rabbi Nachman eine geistreiche Bemerkung:
Heute sage ich drei Dinge, die das Gegenteil dessen sind, was die Welt sagt:
1 Die Welt sagt, Geschichten zu erzählen, fördert das Einschlafen. Und ich sage, Geschichten zu erzählen, dient dazu, Menschen aus dem Schlaf zu rütteln.
2 Die Welt sagt, davon, dass man über Dinge spricht, entsteht keine Schwangerschaft. Und ich sage, die Sprüche eines Zadiks wecken Menschen aus ihrem Schlaf, was unfruchtbaren Frauen ermöglicht, zu empfangen.
3 Die Welt sagt, ein Zadik von vollendetem Format benötigt nicht viel Geld. Und ich sage, ein wirklicher Zadik braucht alle Schätze dieser Welt.
Rabbi Nachman drückte sein Verlangen aus, dass die Geschichten auch in gesprochenem Jiddisch herausgegeben werden. Und er sagte, es sei sehr leicht für eine unfruchtbare Frau, eine der Geschichten zu lesen und dadurch würde sie eine gute Empfängnis haben und es wird ihr vergönnt sein, Kinder zu bekommen. (Das Leben unseres Meisters, Rabbi Nachman, Artikel 25)
„Was auch immer er war, seine Namen wurde schon gegeben und es ist bekannt, er ist ein Mann“. (Kohelet 6:10)
Dies ist die Thora des Mannes von Heiligkeit, dem es vergönnt war, das menschliche Bild zu vervollständigen, denn dies ist der ganze (Zweck) des Menschen: namentlich seine Ehren, unser Herr, Lehrer und Rabbi, Krone unserer Herrlichkeit, Stolz unserer Stärke, der heilige und Ehrfurcht gebietende Rabbi, der wesentliche Erleuchter, das höhere und heilige Licht heiligen Ruhmes, unser Lehrer Rabbi Nachman, möge die Erinnerung an die Gerechten und Heiligen uns zum Segen gereichen. Er war der Enkel des heiligen und ehrwürdigen Rabbis, des Baal Schem Tov, möge die Erinnerung an die Gerechten und Heiligen ein Segen sein, dessen Licht Israel schon genossen hat durch seine wundervollen Schriften, die bereits ans Licht gekommen sind. Viele werden sehen und beglückt werden, die Aufrechten werden erfreut werden und die Wahrheit wird den Weg weisen.
Und siehe, was sich sonst noch in unserem Sack befindet: Wundervolle und Ehrfurcht gebietende Geschichten, bei denen wir das Privileg genossen, sie direkt aus seinem heiligen Munde zu hören, die er abwägte, sondierte und er erstellte viele Allegorien, indem er erhabene und mächtige Wahrnehmungen auf wundervolle und eindrucksvolle Weise in Geschichten kleidete.
Denn „Dies ist die Art, wie es in Israel bezüglich auf Erlösung und Austausch (Ruth 4:7) stattgefunden hat“. Wenn sie über verborgene Dinge G-ttes sprechen wollten, pflegten sie in Rätseln und Allegorien zu sprechen und kleideten die Geheimnisse der Thora, die Schätze des Königs, in vielerlei Arten von Kleidung. Das wird erklärt nach der Geschichte von dem „Königssohn und dem Sohn einer Magd“ (Nr.11 in diesem Buch), als unser Rebbe, seligen Angedenkens sagte, dass in den frühen Tagen, als Menschen über Kabbala diskutierten und sprachen, pflegten sie in solcher Sprache zu sprechen. Denn bis zu Rabbi Schimon Bar Jochai pflegte man Kabbala nicht offen zu diskutieren.
Zumeist, nach mehreren Geschichten, pflegte er ein wenig zu enthüllen, weniger als einen Tropfen im Ozean, mit einigen Hinweisen, die er nach jeder Geschichte später, an den jeweiligen Orten erklärte.
Und siehe, bis jetzt wurden diese Dinge in unseren privaten Dateien verwahrt. Doch seit einige zu uns sagten: Wenn uns nur jemand das Gute zeigen würde!“ (Psalmen 4:7). Denn es gibt viele unter uns, zwischen unseren Freunden, deren Seelen sich ständig sehnten, Worte des lebenden G-ttes zu hören, die aus dem Mund des heiligen Rabbi kamen, möge sein Angedenken zum Segen sein. Besonders diese Geschichten, die er erzählte, welche sie noch nie erreicht hatten, außer in handgeschriebenen Kopien durch verschiedene Schreiber, durch welche die Fehler sich sehr vermehrten und die Bedeutung korrumpiert wurde. Daher verpflichtete uns ihr großes Verlangen, bis wir gezwungen waren, ihre Wünsche zu erfüllen und sie drucken zu lassen.
Und auch deshalb, auf den ausdrücklichen Wunsch aus dem Mund unseres Rabbis, möge sein Angedenken ein Segen sein, der einmal offenbarte, er wolle Geschichten drucken.
Er offenbarte es in den folgenden Worten: „Ich gedenke ein Geschichtenbuch zu drucken und es soll oben geschrieben sein in der heiligen Sprache (Hebräisch), unten in der allgemeinen Sprache (Jiddisch).
Er sagte: „Wahrhaftig, was kann die Welt gegen sie sagen? Sind sie nicht, auf jeden Fall, nette Geschichten zum Erzählen?“
Solche Worte hörte man ausdrücklich aus seinem heiligen Mund und dies inspirierte uns, sie drucken zu lassen.
Und obwohl wir wussten und es war nicht verborgen vor unseren Augen, dass viele gegen ihn aufstanden, nichtsdestotrotz ist die Wahrheit ihr eigener Zeuge und wir sind verpflichtet, Seinen Willen zu erfüllen. „Und Haschem wird tun, was gut ist“. (Chroniken 1:19:13)
„Wer hören will, wird hören und wer es nicht will, wird es lassen“ (Hezekiel 3:27)
Und auch, weil G-tt sei gepriesen, bis jetzt Seine Gnaden uns geholfen haben, denn Seine heiligen Schriften haben sich verstreut unter Seinem heiligen Volk, in jeder Gemeinschaft und jeder Gemeinde des Volkes Israel und Seine Worte waren eine Quelle der Freude und des Glücks für sie und waren wie Honig in ihrem Mund.
„Alle werden gesättigt und vergnügt durch Seine Güte“ (Sabbatgebet – Amida Freitagabend)
„Ihre Seelen werden befriedigt werden wie von Fett und Öl und mit freudigen Lippen wird ihr Mund preisen“ (Psalmen 63:6)
Und die Mehrzahl hält zu uns, mehr als zu ihnen, denen die gegen die Wahrheit argumentieren, die „arrogant sprechen über den Zadik in Stolz und Verachtung“ (Psalmen 31:19), die in ihren Herzen Dinge erfunden haben, die ihm nie eingefallen sind. Doch wir sollten nicht lange darüber sprechen, denn das gehört zu den versteckten Mysterien G-ttes. Und wie viele Worte sind verdreht worden und die vielen Kontroversen, die sich in unseren Zeiten zwischen Thoragelehrten und den Gerechten vermehrt haben.
„Denn wer ist der Mensch, den König zu verfolgen (und zu annullieren), was Er bereits vollbracht hat?“ (Kohelet 2:12)
Es sollte jedoch betont werden, dass unser Vorhaben, diese Geschichten zu drucken, nur für unsere Freunde bestimmt ist (unsere gleichgesinnten Chassidim), die Schutz finden in seinem (des Rebbes) Schatten, die begehren und hoffen und sehnen, heilige Worte zu hören.
Obwohl Worte, die in Buchform gedruckt werden, wie für ein großes Publikum geschaffen sind, haben wir andererseits schon gesehen, dass die Worte durch handgeschriebene Kopien verbreitet wurden und es gibt keinen Unterschied zwischen geschriebenen und gedruckten Worten. Und von Anfang an wurden sie nie geheim erzählt.
Denn wer Augen hat, wird sehen und wer ein Herz hat, wird verstehen. „Denn es ist keine leere Angelegenheit für dich“ (Devarim 32:47). Und wenn es leer erscheint, ist das wegen dir‘ (Jerusalem Talmud, Traktat Pea 1:5). Denn diese Worte stehen an der Spitze der äußersten Höhe. Und wir hörten aus seinem heiligen Mund ausdrücklich, dass jedes einzelne Wort dieser Geschichten große Bedeutung hat und jeder, der ein einziges Wort dieser Geschichten verändert und sie anders erzählt, als er sie erzählte, verursacht großen Mangel an den Geschichten. Und er sagte, diese Geschichten seien sehr, sehr wundervoll und bergen Ehrfurcht gebietende Offenbarungen, die außergewöhnlich tiefe Wege und Geheimnisse enthalten und sie seien geeignet, vor einer Zuhörerschaft erzählt zu werden, oder sie in einer Synagoge zu erzählen, denn sie sind sehr, sehr hohe und eindrucksvolle Neuerungen.
Auch einer, dessen Herz ganz ist und der völlig bewandert ist in den Heiligen Büchern, besonders in den Büchern des Heiligen Sohar und den Schriften des Ari, gesegneten Angedenkens, kann ein wenig von den Andeutungen in manchen Geschichten verstehen, wenn er sein Herz und seinen Verstand einsetzt. Meistens enthalten sie vielerorts auch wundervolle, gewaltige Erweckungen (ethische Lektionen).
Ein intelligenter Mann wird sie von selbst verstehen, denn so gut wie alle erwecken und ziehen das Herz zu dem gesegneten G-tt, um in äußerster Wahrheit und ständig nur mit Thora und Andachten beschäftigt zu sein und zu dem gesegneten G-tt zurückzukehren, sein Antlitz ganz und gar abzukehren von den Eitelkeiten der Welt. So werden Sie gesehen werden von einem, der sie mit den Augen seines Intellekts betrachtet, wenn er mit Wahrheit in sie blickt.
Jedoch ist das höchste Ziel der Absicht in diesen Geschichten sehr weit von dem Wissen über Sterbliche entfernt und „tief, tief, wer kann es finden?“ (Kohelet 7:24)
Und das Preisen der Pracht der Größe dieser Geschichten sollte nicht verlängert werden, da sie über unser Wissen erhaben sind und wer zusätzlich preisend über ihre Größe und Tiefe spricht, lenkt davon ab. Wir haben es nur erwähnt, um die Herzen unserer Freunde ein wenig zu erwecken, damit sie die Wunder, die wir aus der Ferne gezeigt haben, nicht vergessen. Wie einer, der mit einem Zeiger hinweist, wie weit diese Dinge reichen, mit einigen Hinweisen, die er nach dem Erzählen jeder Geschichte unseren Augen offenbart. Denn obwohl einige der Hinweise, die wir aus seinem heiligen Mund gehört haben, gedruckt wurden, wird es einem intelligenten Menschen klar sein, dass man nicht vergleichen kann zwischen einem, der es selbst aus dem Mund des Weisen gehört hat und den Worten, die er in einem Buch gelesen hat. Umso mehr, als einige dieser Hinweise nur im Zusammenhang mit Bewegungen der Glieder, mit Kopfnicken, einem Blinzeln des Auges oder Handbewegungen verständlich sind. Besonders durch sie kann die verständige Person ein wenig verstehen und von der Sicht erstaunt sein „und seine Augen sehen von weitem“ (Job 39:29) über die Größe G-ttes und die Größe unserer heiligen Thora, die in verschiedene Kleidungsstücke gekleidet wird, wie in den heiligen Büchern erklärt wird.
So weit können wir mit einigen Worten gehen, obwohl sie so viel enthalten. Unsere Herzen werden nach jedem Erzählen der Geschichten mit Ehrfurcht nachdenken. Wo ist der Schreiber, wo ist derjenige, der abwägt? Wer wird uns Unterstützung geben? Ein verschlingendes Feuer! Wer wird sich für uns einsetzen? Lasst uns unser Herz mit unseren Händen dem Allmächtigen im Himmel entgegenstrecken. In Seine Hände lasst uns unseren Geist lagern. Zu Dir, G-tt, lasst uns unsere Seelen erheben. Deine Gnaden haben uns bis jetzt geholfen. Du bist unser Helfer, wir lehnen uns an Dich. Lasst die Freundlichkeit G-ttes, unseres Gebieters, über uns sein. Bis der Lehrer der Gerechtigkeit zu unserer Gemeinde kommt und unser Haus der Heiligkeit und unserer Pracht baut. „Siehe auf Zion, die Stadt unserer Feste“ (Isa 33:20). „Unsere Augen werden den König in seiner Schönheit erblicken“ (Isa 33:17), schnell, in unseren Tagen, Amen.
Dies sind die Worte des Schreibers, Bearbeiters und Kopisten „die bis zur Sättigung gegessen werden sollen und bekleidet mit Vortrefflichkeit“ (Isa 23:18)
Gezeichnet von Nathan, dem Kleinen, Sohn unseres Herrn, mein Vater, unser Lehrer, der Rabbiner, Rabbi Naftali Hertz von Groß – Nemirov, Schwiegersohn des Rabbiners, des Genies, des Frommen, berühmt in allen Ecken des Landes, seine ehrwürdige Heiligkeit, Rabbi David Zwi, möge des Gerechten gedacht werden, zu Ehren des Lebens auf der zukünftigen Welt, der oberster Richter der heiligen Gemeinde von Kremnitz und Umgebung war, wie auch der heiligen Gemeinde von Machliv und Umgebung.
Bevor er uns die erste Geschichte in diesem Buch erzählte, sprach er und sagte: „In den Erzählungen, die die Welt erzählt, gibt es viele verborgene Dinge und sehr erhabene Angelegenheiten.
Die Geschichten wurden jedoch verdorben, weil vieles darin fehlt und sie sind auch durcheinander, man erzählt sie nicht in der richtigen Reihenfolge; was an den Anfang gehört, sagt man am Ende und umgekehrt. In Wahrheit jedoch gibt es sehr erhabene, verborgene Angelegenheiten in den Geschichten, welche man auf der Welt erzählt. Und der Baal Schem Tov, möge die Erinnerung an die Gerechten zum Segen sein, konnte durch eine Geschichte spirituelle Vereinigung herbeiführen. Wenn er sah, dass obere Kanäle dem Verfall ausgesetzt waren und man konnte sie nicht durch Gebete richten, pflegte er sie mittels der Erzählung einer Geschichte vereinheitlichen. (Siehe Likutei Maharan, Thora 5)
Und wisse, dass die Geschichten, die unser Rebbe erzählte – sozusagen alle sind ganz neue Geschichten, die noch nie zuvor gehört wurden. Nur er selbst erzählte sie, aus seinem Herzen und seinem heiligen Wissen, nach der erhabenen Wahrnehmung, die er durch seinen heiligen Sinn erreichte. Er pflegte diese Wahrnehmung mit der Geschichte einkleiden. Und die Geschichte selbst war eindrucksvoll und sehr erhaben durch die Wahrnehmung, die er erreichte und an dem Ort sah.
Manchmal pflegte er auch Geschichten aus der Folklore zu erzählen, er fügte jedoch viel dazu und veränderte und verbesserte die Reihenfolge, bis die Geschichten ganz verändert wurden von denjenigen, welche die Welt erzählt, wie schon erwähnt. In diesem Buch jedoch, wurden die Geschichten nicht geschrieben, bis auf eine oder zwei, alle restlichen Geschichten sind absolut neu und wurden nie zuvor gehört.
Zu der Zeit, als unser Rebbe, gesegneten Angedenkens, begann, sich in die Geschichten zu vertiefen, sagte er ausdrücklich diese Worte: „Jetzt werde ich beginnen, Geschichten zu erzählen (Ich wel schoin unheiben maisiois derzeilen)“
Die Absicht hinter seinen Worten war, sozusagen: „Da es nicht wirksam war, euch durch meine heiligen Lehren und Konversationen usw. zu dem Gesegneten G-tt zurückzubringen“ – in die er mit großer Anstrengung alle seine Tage vertieft war, um uns zu dem Gesegneten G-tt in absoluter Wahrheit zurückzubringen und da all dies nicht effektiv war, daher beginnt er, Geschichten zu erzählen.
Und dann, zu dieser Zeit, sagte er die Lehre, die beginnt mit: „Rabbi Schimon begann und sagte: ‚Es ist Zeit, um Haschems Willen zu tun, sie haben dein Gesetz nichtig gemacht…‘ ‚Das ist die Lehre der uralten Tage…‘“, gedruckt in (Likutei Maharan) 1.Band, Seite 157 (Thora 60).
Dort erklärt er am Ende der Abhandlung ein wenig über das Thema der Geschichten über den wahren Zadik, der Menschen aus tiefem Schlummer erweckt, die eingeschlafen waren und ihre Tage verschlafen, siehe dort. Und es gibt Geschichten aus jüngerer Geschichte und es gibt solche aus uralten Zeiten, die den Aspekt der uralten Jahre enthalten. Sieh dort gut nach und sei aufgeklärt von der Quelle, wie weit die Worte dieser Geschichten reichen und was seine heilige Absicht damit war. Und wahrhaftig, es ist eine sehr große Erweckung zu dem Gesegneten G-tt in diesen Geschichten, an den meisten Stellen, sogar nach der einfachen Bedeutung, außer dem Esoterischen, denn alle bergen eindrucksvolle Geheimnisse und sie haben große Macht, jeden zu dem Gesegneten G-tt zu erwecken. Chazak (es ist stark/ sei stark).
Na Nach Nachma Nachman von Uman