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VON DEM BÜRGER UND DEM ARMEN

Eine Geschichte. Einmal gab es einen Bürger (das heißt ein großer Kaufmann), der ein überaus reicher Mann war und eine immense Anzahl von Waren sein Eigen nannte. Seine Schuldscheine <<Wekslen>> und Kreditbriefe <<Briwen>> zirkulierten überall auf der Welt und er hatte alles Gute. Neben ihm wohnte ein Armer, der ein extrem armer Mann war, der das Gegenteil des Bürgers hatte (das heißt, das genaue Gegenteil, sowie der Bürger ein sehr reicher Mann war, so war der Arme diametral entgegengesetzt, ein sehr armer Mann). Und beide hatten keine Kinder, der Bürger hatte keine Kinder und gleichermaßen hatte der Arme auch keine Kinder.

Einmal träumte der Bürger, dass Leute in sein Haus kamen und Pakete um Pakete packten. Er fragte sie: „Was macht ihr“?

Sie sagten, dass sie alles zu dem Armen tragen wollten (dem Armen, der neben ihm wohnte). Das bereitete ihm unsägliche Verzweiflung und er wurde zornig, dass sie all seinen Reichtum zu dem Armen bringen wollten. Es war ihm unmöglich, seinen Zorn zu zeigen, denn es waren sehr viele Leute. Also machten sie weiter Pakete und Pakete aller seiner Habseligkeiten und trugen alles davon zu dem Armen. Sie ließen ihm nichts in seinem Haus als leere Wände und es erboste ihn sehr stark.

In der Zwischenzeit wachte er auf und sah, dass es ein Traum war. Und obwohl er sah, dass es nur ein Traum war und G-tt sei Dank alle seine Besitztümer bei ihm waren – doch, trotzdem schlug sein Herz heftig und der Traum verstörte ihn schwer. Und der Traum ging ihm nicht aus dem Sinn.

Zuvor pflegte der Bürger über den Armen und seine Frau wachen und oft pflegte er ihnen etwas zu geben. Nun, nach dem Traum überwachte er sie mehr als zuvor. Doch wann immer der Arme und seine Frau zu ihm kamen, veränderte sich sein Gesicht und er bekam Angst vor ihnen, denn er erinnerte sich an den Traum. Und sie, der Arme und seine Frau, kamen oft zu ihm und waren mit ihm.

Einmal kam die Frau des Armen zu ihm ins Haus. Er gab ihr, was er ihr gab und sein Aussehen veränderte sich und er wurde von Angst überfallen.

Sie fragte ihn und sagte: „Entschuldigt, euer Gnaden, was bedeutet das, wann immer wir zu euch kommen, verändert euer Gesicht sich drastisch“?

Er erzählte ihr die ganze Geschichte, dass er einen Traum gehabt habe und dass sein Herz seit damals mächtig schlage.

Sie antwortete ihm: „Geschah dieser Traum an einem gewissen Abend (den sie ihm nannte)“?

Er antwortete: „Ja, was war dann“? Sie antwortete ihm: „An diesem Abend hatte ich auch einen Traum, dass ich eine sehr reiche Frau sei und Leute waren in mein Haus gekommen und hatten Pakete und Pakete gemacht. Ich fragte sie ‚Wohin wollt ihr das bringen‘? Sie antworteten: ‚Zu dem Armen (das bedeutet, den Reichen, den sie jetzt schon den Armen nannten)‘. Deshalb, warum beachtest du einen Traum? Wofür? Ich hatte auch diesen Traum“.

Nun wurde der Bürger noch ängstlicher und verwirrter, da auch sie den Traum gehabt hatte. Denn es sah danach aus, dass sein Reichtum und seine Güter zu dem Armen getragen würden und die Armut des Armen zu ihm. Er wurde außerordentlich verängstigt.

Eines Tages unternahm die Frau des Bürgers eine Fahrt mit ihrer Kutsche und nahm andere Frauen mit und sie nahm auch die Frau des Armen mit. Und sie fuhren dahin auf ihrer Ausfahrt.

In der Zwischenzeit fuhr ein General mit seiner Armee vorbei. Sie verließen die Straße für ihn und die Armee marschierte vorüber. Der General sah, dass es Frauen waren, die fuhren und befahl, eine von ihnen herauszuholen. Sie gingen und schnappten die Frau des Armen, brachten sie in die Kutsche des Generals und fuhren mit ihr davon. Zurückzukehren war jetzt unmöglich geworden, denn er reiste mit ihr weiter und weiter, besonders ein General und seine Armee… Der General nahm sie und reiste mit ihr in sein Land.

Und sie war ein G-ttesfürchtige Person (d.h. sie fürchtete G-tt) und sie war überhaupt nicht gewillt, ihm zu folgen und sie weinte sehr. Sie flehten sie an und lockten sie, sie war jedoch eine äußerst G-ttesfürchtige Person.

Und sie (des Bürgers Frau und die anderen Frauen) kamen zurück von ihrem Ausflug, doch die Frau des Armen war nicht da. Der Arme schluchzte sehr, sehr stark und schlug seinen Kopf gegen die Wand und trauerte mit großem Kummer und Bitternis um seine Frau.

Eines Tages fuhr der Bürger an dem Haus des Armen vorbei und hörte, wie der Arme so bitter weinte und seinen Kopf an die Wand schlug. Er ging hinein und fragte ihn: „Weshalb weinst du so schrecklich“?

Er antwortete ihm: „Warum sollte ich nicht weinen? Was habe ich denn noch? Einigen Menschen bleibt Reichtum oder Kinder, ich habe überhaupt gar nichts, meine Frau wurde mir auch genommen. Was bleibt mir noch“?

Das Herz des Bürgers war sehr berührt und er hatte großes Mitleid mit dem Armen, als er dessen Bitternis und scharfen Schmerz sah. Er (der Bürger) ging und tat etwas Wildes und Rücksichtsloses; es war eher ein Wahnsinn. Er ging und fragte, in welcher Stadt der General lebte und reiste dorthin. Dann tat er etwas Wildwütendes. Er ging in das Haus des Generals.

Dort, vor dem Haus waren Wachen postiert, doch er (der Bürger), in seiner schweren Hysterie, ging weiter und achtete überhaupt nicht auf die Wachen. Die Wachen wurden auch schockiert und sehr verwirrt, als sie plötzlich einen Mann in totaler Manie in ihrer Mitte sahen: „Wie kam dieser Mann hierher“? Und wegen ihrer Panik ließen alle Wachen ihn gehen und er ging an allen Wachen vorüber, bis er in das Haus des Generals kam, an den Ort, an dem die Frau des Armen lag.

Er kam und weckte sie auf und sagte zu ihr: „Komm“! Als sie ihn sah, wurde sie ängstlich. Er sagte zu ihr: „Komme mit mir, sofort“!

Sie ging mit ihm und auch jetzt gingen sie an allen Wachen vorbei, bis sie draußen waren. Erst dann sah er sich um und wurde sogleich von Panik erfasst. Er erinnerte sich, was er hier getan hatte, so ein wildes Unternehmen. Er besann sich, dass sogleich ein großer Aufruhr durch den General erfolgen würde. Und das geschah auch, ein großer Aufruhr durch den General.

Der Bürger ging und versteckte sich mit ihr in einer Grube, in der sich Regenwasser befand, bis der Aufruhr vorbei war und er verweilte zwei Tage lang dort mit ihr. Sie sah die große Opferbereitschaft, die er für sie hatte und die Schwierigkeiten, die er ihretwegen erlitten hatte. Sie schwor bei G-tt, dass alles Masel (Glück) das sie hatte – möglicherweise hatte sie irgendein Masel, dass sie fantastische Größe und Erfolg haben würde – aller Erfolg solle nicht von ihm ferngehalten werden (von dem Bürger). Sollte er all ihren Erfolg und ihre Größe für sich nehmen wollen und sie würde so bleiben, wie sie war, sollte es überhaupt nicht von ihm ferngehalten werden.

Jedoch, woher nahm man dort Zeugen? Sie nahm die Grube zum Zeugen.

Nach zwei Tagen ging er mit ihr hinaus und ging weiter und weiter. Und er verstand, dass er an diesem Ort auch gesucht wurde. Er ging und versteckte sich mit ihr in einer Mikwe (Ritualbad). Dort erinnerte sie sich ebenfalls an die großen Opfer und das Leiden, das er für sie erlitten hatte und wieder schwor sie, wie zuvor, dass all ihr Masel usw., wie schon erwähnt und nahm das Ritualbad als ihren Zeugen.

Dort waren sie auch ungefähr zwei Tage, dann gingen sie hinaus und gingen weiter. Wieder verstand er, dass man ihn auch hier suchte und wieder versteckte er sich mit ihr. Und so geschah es mehrere Male, dass er sich mit ihr versteckte, jedes Mal an einem anderen Ort, namentlich in sieben verschiedenen Gewässern, in Gruben mit Wasser und in einer Mikwe, wie erwähnt. Auch in Teichen (trüben Gewässern), einer Quelle, Bächen (kleinen Rinnsalen), Flüssen und Meeren. Und an jedem Ort, an dem sie sich versteckten, erinnerte sie sich an seine Selbstaufopferung und die Schwierigkeiten, die er für sie erlitten hatte und schwor immer wieder, dass ihr Masel usw., wie erwähnt und jedes Mal nahm sie den Zufluchtsort als Zeugen.

Sie gingen in dieser Art immer weiter, versteckten sich an diesen Orten, bis sie zum Ozean kamen. Als sie zu dem Ozean kamen – und der Bürger war ein großer Kaufmann und kannte die Pfade des Ozeans – er schnitt (arbeitete einen Kurs heraus), um in sein Land zu kommen, bis er diesen Weg reiste. Er kam nach Hause mit der Frau des Armen und brachte sie zurück zu ihrem Mann. Dort herrschte dann große Freude.

Der Bürger, weil er solch eine Tat vollbracht hatte und zusätzlich Prüfungen widerstanden hatte (d.h. er war G-ttesfürchtig und rührte sie nicht an), deswegen „erinnerte“ G-tt (d.h. G-tt, gelobt sei Er, dachte an ihn) sich an ihn und in diesem Jahr bekam er einen Sohn.

Auch sie, die Frau des Armen, weil sie solchen Prüfungen standgehalten hatte, mit dem General, wie auch mit dem Bürger, verdiente sie das und gebar eine Tochter. Und sie war von überaus großer Schönheit, einer ungeheuren, maßlosen Schönheit, die nicht zu vergleichen war mit jeglicher, menschlicher Schönheit, denn die Menschheit kannte keine solche Schönheit.

Die Welt (Jeder) pflegte zu sagen: „Wenn sie nur schon zu Reife erwachsen würde“. (Denn es ist schwer für solch eine ungewöhnliche Neuigkeit, Reife zu erlangen), denn ihre Schönheit und Glorie war absolut einmalig, wie man es noch nie auf der Welt gesehen hatte. Jeder auf der Welt reiste hin, um sie sehen zu können und sie wurden erfüllt von Staunen über ihre Schönheit, die sehr, sehr ungewöhnlich war. Und man pflegte ihr die ganze Zeit Geschenke zu geben, aus Zuneigung. Man schickte Geschenke, bis der Arme reich wurde.

Was den Bürger betraf, so fiel ihm ein, dass er mit dem Armen eine Verbindung eingehen könne, dass sein Sohn die Tochter des Armen heiraten solle, wegen ihrer großen Schönheit, die so ein Wunder war.

Er dachte bei sich: „Vielleicht ist das die Bedeutung des Traumes, dass was ihm gehöre, solle zu dem Armen kommen und was dem Armen gehöre, solle zu mir kommen. Vielleicht bedeutet der Traum, dass sie sich vereinen werden, sie würden durch die Verbindung zu Einem werden“.

Einmal kam die Frau des Armen zu dem Bürger und er erzählte ihr von seinem Wunsch, sich mit ihrer Familie zu vereinen. Und vielleicht werde der Traum sich dadurch erfüllen.

Sie antwortete ihm: „Ich hatte das auch im Sinn, hatte aber nicht die Dreistigkeit, mir dir darüber zu sprechen, dass unsere Kinder einen Bund eingehen sollen. Wenn du aber willst, ich bin sicherlich bereit und werde es bestimmt nicht verhindern. Denn ich habe doch schon geschworen, dass all mein Erfolg nicht von dir ferngehalten werden möge“.

Und der Sohn (des Bürgers) und die Tochter lernten zusammen in dem gleichen Schulraum Sprachen und andere Dinge, die bei ihnen üblich waren. Menschen pflegten zu kommen, um die Tochter zu sehen, wegen der außergewöhnlichen Neuheit und pflegten Geschenke zu schicken, bis der Arme reich wurde. Adelige kamen, um sie zu sehen und waren sehr erfreut über sie. Ihre Schönheit war ein extremes Wunder für sie, denn es war eine nicht menschliche Schönheit. Und wegen ihrer ungewöhnlichen Schönheit, kamen die Adligen auf die Idee, sich mit dem Armen zu verschwägern. Ein Minister hatte einen Sohn und wollte sehr, er möge sich mit ihr vermählen, jedoch geziemte es sich nicht, mit ihm (mit dem Armen) verschwägert zu sein. Daher mussten sie sich bemühen, diesen Mann (d.h. den Armen) groß werden lassen. Sie sorgten dafür, dass er bei dem Kaiser arbeiten konnte.

Er war zuerst ein Fähnrich (Praporschtchik – stellvertretender Fähnrich), danach klomm er immer höher. Denn sie sorgten dafür, dass er jedes Mal höher und höher wurde – bis man ihn zum General ernannte. Jetzt wollte die Nobilität bereits eine Verbindung mit ihm eingehen. Jedoch gab es viele Adlige, die darauf drängten, denn viele Noble hatten die Idee gehabt und sich damit befasst – ihn immer höher steigen zu lassen. (Daher konnte er mit keinem eine Verbindung eingehen). Und überdies konnte er mit keinem eine Verbindung eingehen wegen des Bürgers, denn es war bereits vereinbart worden, dass zwischen ihnen eine Verbindung werden solle.

Und der Arme, der bereits ein General geworden war – war weiter und weiter enorm erfolgreich. Der Kaiser beförderte ihn jedes Mal höher und höher, bis der Kaiser starb. Das ganze Land gelangte zu dem Beschluss, er solle Kaiser werden, der ganze Adel kam zusammen und alle waren sich einig, dass er Kaiser werden solle.

Er wurde Kaiser (d.h. der Arme wurde Kaiser) und er führte Kriege und war sehr erfolgreich und eroberte Länder. Er führte noch mehr Kriege und war immer erfolgreich, nahm weitere Länder ein, bis andere Länder sich ihm mit gutem Willen unterwarfen. Denn sie sahen, dass sein Erfolg extrem groß war, denn alle Schönheit der Welt und alles Masel (Glück) der Welt war bei ihm. Also kamen alle Könige zusammen und stimmten zu, er solle der Kaiser über die ganze Welt sein und sie gaben ihm ein Dokument mit goldenen Buchstaben.

Und der Kaiser (das heißt der Arme, der Kaiser über die ganze Welt geworden war, wollte keine Verbindung mehr mit dem Bürger, denn es geziemte sich nicht, dass ein Kaiser eine Verbindung eingehe mit einem Bürger). Doch seine Frau, die Kaiserin – sie wollte unbedingt den Bürger (sie hielt zu dem Bürger, weil er sein Leben für sie riskiert hatte). Der Kaiser sah, dass er keine Verbindung eingehen konnte, wegen des Bürgers, da seine Frau ihn sehr unterstützte. Daher begann er, Gedanken über den Bürger zu haben. Zuerst sorgte er dafür, dass er in Armut gestürzt wurde und er schmiedete Komplotte, als ob es gar nicht von ihm käme. Und er sorgte immer dafür, ihm Schaden zuzufügen und ein Kaiser kann dies sicherlich. Man sorgte immer für Verluste und er wurde ständig um Geld betrogen, bis er verarmte und ein absolut Armer wurde. Doch sie, die Kaiserin hielt noch immer zu dem Bürger.

Danach wurde es dem Kaiser klar, dass er keine Verbindung eingehen könne, solange der Sohn (des Bürgers Sohn) am Leben war. Der Kaiser strengte sich an, den Jungen von der Welt fernzuhalten und dachte sich Pläne aus, wie er ihn eliminieren könne. Er dachte sich falsche Anklagen gegen ihn aus und ernannte Richter, die ein Urteil über ihn verhängen sollten. Die Richter verstanden, dass es des Kaisers Wille war, er solle von der Welt eliminiert werden und fällten das Urteil, dass er (der Sohn des Bürgers) in einen Sack gesteckt und ins Meer geworfen werden sollte.

Was die Kaiserin betraf, war ihr Herz sehr betrübt darüber. Jedoch selbst die Kaiserin kann nichts ausrichten gegen den Kaiser. Sie ging zu jenen, die beauftragt waren, ihn ins Meer zu werfen und warf sich ihnen zu Füssen.

Sie plädierte sehr bei ihnen, sie sollen es für sie tun und ihn freilassen, denn „Weshalb verdient er die Todesstrafe“?

Sie bettelte sehr, sie sollen einen anderen zum Tode Verurteilten nehmen und ihn statt ihm ins Meer werfen, sie sollen den Jungen freilassen. Ihr Flehen war bei ihnen erfolgreich und sie schworen ihr, ihn freizulassen und das taten sie auch.

Und ihn ließen sie frei und sagten zu ihm: „Geh, geh“!

Der Junge ging seines Weges, er hatte schon einen reifen Verstand, so ging er seiner Wege.

Bevor all das geschah, bevor der Junge fortging, ließ die Kaiserin ihre Tochter kommen. Sie sagte zu ihr: „Meine Tochter, du sollst wissen, dass der Sohn des Bürgers dein Bräutigam ist“.

Und sie erzählte ihr die ganze Geschichte und was geschehen war: „Der Bürger riskierte sein Leben für mich und war mit mir an sieben Orten (d.h. sieben Arten von Wasser) und ich schwor ihm jedes Mal bei G-tt, dass all mein Gutes nicht von ihm ferngehalten werden möge und ich nahm sieben Orte als Zeugen (d.h. die Grube, die Mikwe und alle anderen Wasserarten). Deshalb bst du jetzt all mein Gut und all mein Masel und mein Erfolg. Du bist sicher seine und sein Sohn ist dein Bräutigam. Und dein Vater, weil er so hochmütig ist, will ihn ohne Grund töten. Ich habe jedoch schon Bemühungen zu seiner Rettung in die Wege geleitet und habe erreicht, dass er freigelassen wird.

Daher sollst du wissen, dass er (des Bürgers Sohn) dein Bräutigam ist und du darfst keinen anderen Bräutigam auf der Welt akzeptieren“.

Die Tochter nahm die Worte der Mutter an, denn auch sie war eine G-ttesfürchtige Frau und sie antwortete ihrer Mutter, dass sie sich an deren Worte halten würde.

Die Tochter ging und sandte dem Sohn des Bürgers einen Brief ins Gefängnis, dass sie sich ihm angehörig fühle und er sei ihr Bräutigam. Sie schickte ihm auch ein Stück einer Landkarte, auf der sie alle Orte einzeichnete, an denen ihre Mutter sich mit seinem Vater versteckt hatte, welche die sieben Zeugen waren. Das war die Grube, die Mikwe und die restlichen, wie schon erwähnt. Sie zeichnete eine Grube, eine Mikwe und die restlichen Orte, die sieben Arten von Gewässern. Sie warnte ihn sehr, sehr eindringlich, diese Notiz sehr stark zu behüten und unterschrieb ihren Namen darunter.

Danach geschahen die Dinge, wie geplant. Die Verantwortlichen nahmen einen anderen Mann und ihn ließen sie frei und er ging seines Weges.

Er ging und ging, bis er das Meer erreichte und ging an Bord eines Schiffes und stach in See. Da kam ein riesiger Sturmwind und trug das Schiff an eine Küste, die öde war (d.h. verwüstet). Durch den großen Sturm wurde das Schiff zerbrochen, nur die Passagiere konnten sich retten und an trockenes Land gelangen.

Und dort war eine Wüste, die Menschen von dem Schiff machten sich auf die Suche nach Essen. Jeder Einzelne suchte Essen für sich, denn an diesem Standort war es nicht die Norm, dass Schiffe ankamen, da es eine Wüste war. Deshalb erwarteten sie nicht, dass ein Schiff kommen werde, damit sie nach Hause zurückkehren konnten. So gingen sie in der Wüste und suchten nach Essen und wurden verstreut, jeder für sich.

Der Junge ging und ging in der Wüste, bis er weit von der Küste weggegangen war. Er wollte umkehren, er konnte es jedoch nicht mehr und je mehr er zurückgehen wollte, desto weiter kam er, bis er merkte, dass er nicht mehr zurückkonnte.

So ging er also weiter und weiter in der Wüste. In seiner Hand hielt er einen Bogen, mit dem er sich vor den wilden Tieren der Wüste beschützte. Während er ging, fand er dort etwas zu Essen. Auf diese Weise ging er weiter, bis er aus der Wüste herauskam. Er kam an einen Ort (eine bewohnte Gegend), der eine Lichtung hatte und dort gab es Wasser und Obstbäume rundum und er aß von den Früchten und trank das Wasser. Er beschloss, sich dort anzusiedeln, solange er lebte. Denn auf jeden Fall war es nun schwer für ihn, in die Zivilisation zurückzukehren und wer konnte wissen, ob er noch jemals zu so einem Ort kommen würde, wenn er wegginge?

Folglich beschloss er, sich dort anzusiedeln und sein Leben an diesem Ort zu leben, denn es war dort gut für ihn. Er hatte Früchte zum Essen und Wasser zum Trinken und gelegentlich ging er hinaus und erlegte mit seinem Bogen einen Hasen oder ein Reh, so hatte er auch Fleisch. Er fing auch Fische, denn es gab gute Fische in dem Wasser. Es gefiel ihm, sein Leben lang hier zu bleiben.

Was den Kaiser betraf, nachdem das Urteil ausgeführt worden war (denn der Kaiser dachte, sie hätten das Urteil über den jungen Mann verhängt und er sei nicht länger auf der Welt), dachte er, nun könne er seine Tochter verheiraten.

Man begann, ihr Partner vorzuschlagen, diesen König, jenen König und man erstellte ihr einen Hof, wie es üblich war und sie lebte dort.

Sie nahm sich junge Damen von Adel als Gespielinnen und lebte dort. Sie pflegte auf Instrumenten zu spielen, wie es die Gepflogenheit war.

Und bei allen Partnern, die man ihr vorschlug, antwortete sie immer, sie wolle nicht darüber sprechen (über eine Ehe), nur er selbst solle kommen, (d.h. derjenige, der sie heiraten wolle).

Sie hatte großes Expertenwissen über die Kunst der Poesie (das ist die Kunst, wunderschöne Texte mit großer Weisheit zu deklamieren).

Mit geschickter Handwerkskunst baute sie einen Ort, an den er kommen konnte (der, welcher sie heiraten wollte), an dem er ihr gegenüberstehen würde, um ein Gedicht aufzusagen. Das sollte ein Gedicht der Leidenschaft sein, wie ein Begieriger zu seiner Begehrten sprechen würde (das sind Worte der Liebe).

Könige pflegten zu kommen, um mit ihr vermählt zu werden und kamen an diesen Ort und sprachen Gedichte, sie rezitierten, jeder für sich – jeder sein Gedicht. Einigen von ihnen antwortete sie durch ihre Damen, auch in Poesie und mit Zuneigung. Manche waren ihr lieber, denen antwortete sie selbst mit einem Gedicht und mit Worten der Zärtlichkeit. Und einigen, die sie lieber hatte, zeigte sie persönlich ihr Antlitz und antwortete mit zärtlicher Poesie.

Allen jedoch sagte sie zum Abschluss: „Die Gewässer sind jedoch noch nicht über euch gekommen“.

Und keiner verstand, was sie meinte. Wann immer sie ihr Gesicht enthüllte, pflegten alle zusammenzubrechen wegen ihrer großen Schönheit. Einige blieben bewusstlos, andere wurden verrückt vor Liebeskummer, aufgrund ihrer überaus großen Schönheit. Nichtsdestotrotz, obwohl sie verrückt wurden und ohne Bewusstsein blieben, pflegten immer noch Könige zu kommen, um mit ihr vermählt zu werden und immer gab sie die gleiche Antwort.

Und der Sohn des Bürgers blieb am gleichen Ort, er baute sich einen Platz, in dem er leben konnte und wohnte dort. Auch er konnte spielen und kannte die Weisheit des Gesangs. Er wählte Holz aus, aus dem er Musikinstrumente hergestellt werden konnten und baute sich Instrumente. Aus den Sehnen von Tieren fertigte er Saiten an. So pflegte er zuspielen und für sich selbst singen. Dann pflegte er den Brief hervorzuholen, den sie ihm geschickt hatte (als er sich in Gefangenschaft befunden hatte) und singen und spielen und sich daran erinnern, was ihm geschehen war und dass sein Vater ein Bürger gewesen war… und jetzt war er hierher verworfen worden.

Er ging und nahm das Brieflein und machte ein Zeichen an einen Baum und fand einen Platz dort in dem Baum und versteckte den Brief dort. Danach verweilte er eine Zeitlang dort.

Eines Tages kam ein riesengroßer Sturmwind und brach alle Bäume, die dort waren, auseinander. Er konnte den Baum, in dem er den Brief versteckt hatte, nicht mehr finden. Denn als noch alle Bäume dort standen, hatte er ein Kennzeichen gehabt, um den Baum zu erkennen. Nun aber, da alle gefallen waren, war der Baum zwischen all den anderen Bäumen nicht mehr zu erkennen, denn es waren sehr viele Bäume. Er weinte überaus bitterlich und es war für ihn extrem qualvoll. Er erkannte, dass er nicht dortbleiben konnte, da er fürchtete, wegen des riesengroßen Kummers, den er verspürte, den Verstand zu verlieren.

Er traf die Entscheidung, dass er weiter weggehen musste und was immer ihm geschehen würde, sollte geschehen. Denn gehen musste er, denn er war in großer Gefahr wegen des unsäglich großen Kummers. Also packte er etwas Fleisch und Obst in einen Sack und ging, wohin ihn seine Schritte lenkten. Und er machte Zeichen an dem Ort, den er verließ und ging, bis er in einer bewohnten Gegend ankam.

Er fragte die Menschen dort: „Welches Land ist dieses“? Sie antworteten ihm und er fragte sie, ob sie hier über den Kaiser gehört hatten. Sie antworteten: „Ja“. Danach fragte er, ob sie etwas über dessen Tochter, die Schönheit, gehört hatten. Sie antworteten ihm: „Ja, jedoch kann niemand mit ihr vermählt werden (denn sie will keinen von ihnen)“.

Er entschied, dass er ohnehin nicht zu ihr kommen konnte, deshalb ging er zum König dieses Landes und schüttete ihm sein ganzes Herz aus. (Und) dass er ihr Bräutigam sei und dass sie wegen ihm keinen anderen wollte. Und weil er nicht dorthin kommen könne, deshalb wolle er dem König alle Zeichen übergeben, die er hatte, das waren die sieben Wasser und der König solle selbst dorthin gehen und sich mit ihr verheiraten und ihm dafür Geld geben.

Der König erkannte, dass seine Worte wahr waren, denn niemand konnte sich so etwas aus dem Herzen ausdenken. Die Angelegenheit gefiel dem König. Jedoch er entschied, wenn er sie hierherbrachte und der junge Mann wäre auch da, wäre das nicht gut für ihn. Sollte er ihn töten? So etwas wollte er nicht tun, denn weshalb sollte er für so einen Gefallen, den er ihm erwiesen hatte, getötet werden? Daher entschied der König, er würde ihn zweihundert Meilen weit ins Exil schicken. Er war sehr verärgert darüber, dass der König ihn ins Exil geschickt hatte für den guten Rat, den er ihm gegeben hatte.

Dort ging er auch zu einem anderen König und erzählte ihm gleichermaßen, wie vorher. (Das heißt, der junge Mann, der Sohn des Bürgers, ging zu dem zweiten König, weil er so erzürnt war, dass der erste König ihn ins Exil geschickt hatte, damit der sich schnell aufmachen konnte, um die Schönheit zu heiraten). Er zählte ihm alle Zeichen auf und diesem zweiten König gab er noch ein Zeichen dazu. Er befahl ihm, sich zu beeilen und sofort abzureisen, vielleicht könne er den ersten König überholen und als Erster dort sein. Sollte er nicht der Erste sein, so hatte er immer noch ein Zeichen mehr als der Erste.

Auch der Zweite entschloss sich, wie auch der Erste (es sei nicht gut für ihn, wenn der junge Mann da wäre). Also schickte ihn auch der zweite König ins Exil. Er war wieder sehr verärgert und ging zu einem Dritten (d.h. der junge Mann, der Sohn des Bürgers, ging wieder zu einem König, der schon der Dritte war und erzählte auch ihm die ganze Geschichte). Dem Dritten verriet er noch mehr Zeichen – sehr gute Zeichen, die noch unverwechselbarer waren.

Der erste König machte sich auf den Weg und reiste dorthin und kam an dem Ort der Tochter des Kaisers an, der Schönheit. Und der König dichtete ein Gedicht und flocht in seiner Klugheit alle Orte mit ein, alle Orte, die Zeugen (d.h. die sieben Arten von Wasser, welche die wesentlichen Merkmale, die sie mit ihrem Bräutigam hatte). Jedoch in Übereinstimmung mit der Weisheit des Gedichtes, waren die Orte nicht in der richtigen Reihenfolge. (Das bedeutet, zum Beispiel sollte er zuerst die Grube erwähnen, danach die Mikwe usw., er sagte es aber umgekehrt), denn so verlangte es das Gesetz der Poesie.

Der König kam an diesen Ort (dort, wohin der, der sie heiraten wollte, gehen musste, um ein Gedicht zu rezitieren), und er sagte sein Gedicht auf.

Als sie das Gedicht hörte, war es eine außergewöhnliche Neuheit für sie. Es schien ihr, das sei tatsächlich ihr Bräutigam, doch es war schwer für sie, dass er die Orte nicht in der richtigen Reihenfolge nannte.

Trotzdem jedoch dachte sie, wegen der Weisheit des Gedichtes sei er zu dieser Ordnung gekommen. Sie beschloss in ihrem Herzen, dass er selbst es sei. Es wurde groß gefeiert und es entstand ein Tumult, dass die Schönheit endlich ihren Bestimmten gefunden hatte und man begann, die Hochzeit vorzubereiten.

In der Zwischenzeit kam der Andere an (der zweite König, dem der junge Mann alle seine Merkmale offenbart hatte, sogar ein Zeichen mehr). Der Andere lief auch dorthin, doch sie sagten ihm, sie habe schon ihren Bestimmten gefunden, er kümmerte sich jedoch nicht darum. Er sagte, nichtsdestotrotz hatte er ihr etwas zu sagen, dass es sicherlich eine Wirkung haben werde. Er kam (der andere König) und sprach sein Gedicht – und dieser hatte nun alle Orte in richtiger Reihenfolge eingesetzt und darüber hinaus wusste er noch ein zusätzliches Merkmal mehr.

Sie fragte ihn: „Woher wusste es der Erste“?

Nun, würde er ihr die Wahrheit sagen, wäre das nicht gut für ihn (das bedeutet, der Andere konnte ihr nicht die Wahrheit sagen, dass der junge Mann es dem Ersten gesagt hatte. Es war nicht gut, dass sie dies wisse). Also sagte er, er wisse nicht (woher der Erste die Merkmale erhalten hatte).

Für sie war es ein großes Wunder und sie blieb verwirrt stehen, denn der Erste hatte die Orte auch alle gekannt und wie konnte ein Mensch diese Merkmale wissen? Jedoch ungeachtet dessen, kam es ihr so vor, dieser (Zweite) sei ihr Bräutigam, denn sie sah, dass er in der richtigen Reihenfolge gesprochen hatte und noch ein Merkmal zusätzlich. Was den Ersten betraf, vielleicht war es durch die Technik seines Liedes geschehen, dass er die Orte so genannt hatte.

Jedoch blieb sie stillstehen, sie konnte sich für keine Vorgehensweise mehr entscheiden und wollte garkeinen mehr heiraten.

Und der junge Mann, das heißt, der Sohn des Bürgers, als ihn der zweite König exilierte, war wieder sehr erbost und ging zu einem dritten König und erzählte ihm die ganze Geschichte (wie oben erwähnt). Er verriet ihm alle Merkmale, sehr gute Zeichen, die besonders unverwechselbar waren. Und vor dem Dritten sprach er aus ganzem Herzen.

Insofern hatte er eine Skizze, auf der alle sieben Orte eingezeichnet waren (die sieben Arten von Gewässern), deshalb solle er all das auf ein Stück Papier zeichnen und <<es>> zu ihr bringen.

Der dritte <<König>> entschied auch, es sei nicht gut für ihn, sie hierherzubringen und der junge Mann wäre auch da, also exilierte auch er ihn zweihundert Meilen weit weg.

Der dritte König lief auch dorthin und kam an. Man sagte ihm, die zwei Anderen (d.h. die zwei Könige) seien schon da. Er antwortete, dass er dennoch etwas zu sagen habe, welches ganz sicher Wirkung haben werde. Und die Welt <<die Menschen>> wussten überhaupt nicht, warum sie diese Könige eher wollte, als andere.

Und der Dritte kam und sagte sein Gedicht, mit ausgezeichneten Merkmalen, besser als die vorhergehenden und zeigte auch das Papier (auf dem er selbst die sieben Orte gezeichnet hatte) mit allen Orten.

Sie geriet völlig in Panik (mit anderen Worten verängstigt und verstört). Jetzt konnte sie jedoch nichts tun, denn was den Ersten betraf, hatte sie gedacht, es sei er selbst und auch was den Zweiten betraf. Daher sagte sie, sie werde nichts mehr glauben, bis ihre eigene Schrift ihr gebracht werde.

Danach dachte der junge Mann (der Sohn des Bürgers), wie lange werde er noch immer weiter weggeschickt werden? Also beschloss er, er werde selbst hingehen (zu der Tochter des Kaisers), vielleicht werde er Erfolg haben.

Und er ging und ging, bis er dort ankam. Er kam und sagte, er habe etwas, das ganz sicher einen Effekt haben werde. Er kam und rezitierte sein Gedicht. Und er erwähnte sogar noch mehr Zeichen, gute und unverwechselbare Merkmale. Er erzählte ihr, wie sie zusammen in einem Schulzimmer gelernt hatten und noch zusätzliche Zeichen. Und er sagte ihr alles, dass er die Könige geschickt hatte und den Brief hatte er in einem Baum versteckt und alles, was ihm widerfahren war.

Doch sie beachtete das überhaupt nicht (und sicherlich hatten auch die anderen Könige Gründe angegeben, warum sie den Brief nicht hatten). Ihn zu erkennen, war sicherlich unmöglich, denn viele Jahre waren schon vergangen. Sie wollte nicht länger jegliche Zeichen beachten, bis ihre eigene Handschrift ihr gebracht wurde.

Der junge Mann (der Sohn des Bürgers) überdachte das alles und verstand, dass er keinesfalls dortbleiben konnte (in anderen Worten konnte er dort keine Zeit verbringen, damit es nicht bekannt wurde, dass er sich hier befand, denn der Kaiser würde ihn töten). Er beschloss, zu dem Ort in der Wüste zurückzukehren, an dem er gewesen war und dort würde er sein Leben lang bleiben. Er ging und ging und kam an in der Wüste.

Währenddessen, während das oben erwähnte geschah, vergingen sehr viele Jahre. Und der junge Mann setzte sich in den Kopf, dass er dort in der Wüste sitzen solle und sein Leben dort verbringen. So wie er das Leben auf der sterblichen Welt einschätzte, war ihm klar, dass es gut für ihn sei, seine Jahre hier in der Wüste zu verbringen. Er lebte dort, aß von den Früchten usw.

Auf dem Meer gab es einen Mörder. Der Mörder hörte, dass es auf der Welt so eine außergewöhnliche Schönheit gab. Er wollte sie entführen, obwohl er sie nicht brauchte, denn er war ein Eunuch. Er wollte sie jedoch, um sie einem König zu verkaufen und er würde sehr viel Geld für sie bekommen. Der Mörder begann, sich mit dem Gedanken zu befassen (d.h. sie gefangen zu nehmen). Ein Mörder ist eine rücksichtslose Person, also agierte er rücksichtslos. Sollte er Erfolg haben, war es gut, und wenn nicht, was hatte er zu verlieren? Denn er handelte mit Selbstverleugnung, wie es bei Mördern üblich ist.

Der Mörder ging und kaufte eine sehr große Menge von Waren – eine außerordentlich große Menge. Und er ließ goldene Vögel machen, sie wurden mit großer Handwerkskunst hergestellt, sodass man denken konnte, sie seien lebendig. Darüber hinaus ließ er goldene Getreidehalme machen und dies selbst war eine große Neuheit, dass die Vögel auf den Halmen saßen, ohne dass diese zerbrachen, denn es waren große Vögel. Zusätzlich ließ er Mechanismen bauen, die glauben ließen, die Vögel würden Musik machen und singen. Einer schnalzte mit der Zunge, einer zwitscherte und einer sang. Und all dies war mit Schlauheit geschaffen, denn Männer standen in einem Raum auf dem Schiff. Die Männer standen unter den Vögeln und die Männer machten alles und es machte den Anschein, dass die Vögel selbst Musik machten, denn sie waren mit List gemacht, mit Kabeln. Es sah aus, als ob die Vögel selbst dies alles machten.

Der Mörder fuhr mit alldem in das Land, in dem sich die Tochter des Kaisers befand. Er kam in die Stadt, in der sie lebte, brachte das Schiff zum Stillstand, verankerte sein Schiff im Meer und gab vor, ein großer Geschäftsmann zu sein. Menschen pflegten zu ihm kommen und teure Waren einzukaufen und er blieb eine Weile, ein Vierteljahr und länger und Leute trugen immer wunderschöne Waren, die sie bei ihm gekauft hatten, von seinem Schiff.

Die Tochter des Kaisers wünschte auch, Waren von ihm zu kaufen. Sie schickte ihm eine Nachricht, er möge ihr Waren bringen. Er antwortete ihr, er habe es nicht notwendig, Waren in das Haus eines Käufers zu bringen, sogar wenn es sich um die Tochter des Kaisers handle. Wer auch immer Waren brauchte, solle zu ihm kommen. Und ein Kaufmann könne nicht gezwungen werden.

Die Tochter des Kaisers beschloss, zu ihm zu gehen. Und es war ihre Gepflogenheit, wann immer sie zum Marktplatz ging, verschleierte sie ihr Gesicht, sodass niemand einen Zusammenbruch erleide oder ohne Bewusstsein bliebe, aufgrund ihrer Schönheit. Die Tochter des Kaisers ging und verhüllte ihr Gesicht und nahm ihre Damen mit und eine Gruppe von Wachen folgte ihr. Sie kam zu dem Kaufmann (d.h. zu dem Mörder, der sich als Händler verkleidet hatte), kaufte einige Waren bei ihm und ging weg.

Er (d.h. der Mörder) sagte zu ihr: „Wenn du nochmals kommst, werde ich dir noch schönere Waren zeigen, sehr wundervolle Dinge“.

Sie kehrte heim. Danach kam sie wieder und kaufte Waren von ihm und ging wieder nach Hause. Und der Mörder blieb noch längere Zeit dort. Währenddessen gewöhnte die Tochter des Kaisers sich schon daran, ihn zu besuchen, sie ging oft hin.

Eines Tages kam sie zu ihm, da öffnete er den Raum, in dem die goldenen Vögel und mehr aufbewahrt wurden. Sie sah, dass es eine außergewöhnliche Neuheit war und die anderen Leute, die mit ihr waren (die Wachen usw.) wollten auch in den Raum kommen.

Er sagte: „Nein, nein! Das zeige ich niemandem außer dir, denn du bist die Tochter des Kaisers. Anderen will ich das keinesfalls zeigen“.

Sie trat alleine ein und auch er betrat den Raum. Er sperrte die Türe zu und tat etwas sehr Grausames. Er nahm einen Sack und steckte sie mit Gewalt hinein. Er nahm ihr alle Kleider weg und zog sie einem Matrosen an, verschleierte sein Gesicht, schob ihn hinaus und sagte: „Geh“!

Und der Matrose hatte keine Ahnung, was mit ihm geschah. Als er mit verschleiertem Gesicht herauskam, begannen die Soldaten (d.h. die Wachen) die von nichts wussten, sogleich mit ihm zu gehen. Sie dachten, es sei die Tochter des Kaisers. Und der Matrose ging mit den Soldaten, wo immer sie ihn hinführten. Er wusste absolut nicht, wo auf der Welt er war, bis er in das Zimmer kam, in dem die Tochter des Kaisers wohnte. Sein Gesicht wurde enthüllt und man sah, dass es deutlicherweise ein Matrose war. Da gab es einen gewaltigen, wilden Aufruhr dort. (Und der Matrose wurde ganz gründlich geohrfeigt und hinausgeworfen, da er nichts dafürkonnte und unschuldig war).

Der Mörder nahm die Tochter des Kaisers und wusste, dass er ganz sicher verfolgt werden würde. Also verließ er das Schiff und versteckte sich mit ihr in einer Grube, die Regenwasser enthielt, bis der Aufruhr vorbei war. Er befahl den Matrosen des Schiffes, gleich die Anker zu lichten und sofort zu fliehen, denn sie würden sicherlich verfolgt werden, man würde auf das Schiff bestimmt nicht schießen, wegen der Tochter des Kaisers, von der sie dachten, sie befinde sich an Bord.

„Sie werden euch verfolgen, deshalb müsst ihr sofort fliehen. Wenn sie euch fangen, was soll’s“? Wie es so bei Mördern zugeht, achteten sie gar nicht auf sich selbst (in anderen Worten, sie missachten sich selbst). So geschah es, es gab einen großen Aufschrei und sie wurden sofort verfolgt, jedoch wurde sie dort nicht gefunden.

Der Mörder selbst versteckte sich mit ihr in einer Grube voller Regenwasser und sie lagen dort. Und er erschreckte sie derart, dass sie nicht schreien solle, damit man sie nicht hören konnte.

Er sagte zu ihr: „Ich habe mein Leben riskiert, um dich gefangen zu nehmen und würde ich dich verlieren, wäre mein Leben mir nichts mehr wert. Da du schon in meiner Hand bist und ich würde dich verlieren, wäre mein Leben für mich schon nichts mehr wert. Deshalb, solltest du auch nur einen Schrei ausstoßen, würde ich dich sofort erwürgen und was mit mir geschehen würde, soll geschehen, denn in meinen Augen bin ich schon nichts mehr wert“.

Sie hatte sehr große Angst vor ihm (mit anderen Worten, die Tochter des Kaisers, die mit dem Mörder in der Grube lag, hatte Angst, zu schreien, da der Mörder sie erschreckt hatte).

Später ging er mit ihr aus der Grube und führte sie in die Stadt. Sie gingen weiter und kamen zu einem anderen Ort und der Mörder verstand, dass man hier auch nach ihnen suchte. Wieder versteckte er sich mit ihr, in einer Mikwe.

Auch von dort ging er hinaus und kam z einem anderen Ort und auch dort versteckte er sich mit ihr in einer anderen (Art von) Gewässer, bis er sich mit ihr in allen Arten von Gewässern versteckt hatte, in denen der Bürger sich mit ihrer Mutter versteckt hatte, welche die sieben Zeugen waren, bis er mit ihr zum Ozean kam.

Der Mörder suchte dort nach einem kleinen Fischerboot, um mit ihr übersetzen zu können. Er fand ein Schiff, nahm die Tochter des Kaisers und er brauchte sie nicht, denn er war ein Eunuch, er wollte sie lediglich einem König verkaufen. Er fürchtete, sie könne von ihm weggeschnappt werden, also kleidete er sie in Matrosenkleidung und sie sah männlich aus. Und der Mörder reiste mit „ihm“ auf dem Meer (deshalb wird sie hier in der männlichen Form bezeichnet, da der Mörder sie in dieser Art verkleidete).

Ein Sturmwind kam auf und brachte das Schiff an ein Ufer, das Schiff erlitt Schiffbruch und sie kamen zu diesem Ufer, wo die Wüste sich befand, in der der junge Mann lebte. Als sie dort hinkamen, verstand der Räuber, der gut bewandert war in diesen Dingen, dass an dieser Küste keine Schiffe anzulegen pflegten. Deshalb hatte er keine Angst mehr, vor niemandem, und ließ sie in Ruhe. Sie gingen jeder in eine andere Richtung, um etwas zu Essen zu finden.

Sie entfernte sich von dem Räuber, der ging seines Weges. Als er merkte, dass sie sich nicht mehr neben ihm befand, begann er nach ihr zu rufen und sie beschloss, ihm nicht mehr zu antworten.

Zu sich selbst sprach sie folgendermaßen: „Da er mich am Ende verkaufen wird – warum sollte ich ihm antworten? Falls er zurückkommt und mich erreicht, werde ich ihm antworten, ich habe nicht gehört, besonders, weil er mich nicht töten will, er will mich verkaufen“. Also antwortete sie nicht und ging weiter.

Der Räuber suchte sie da und dort und konnte sie nicht finden. Er ging weiter und konnte sie immer noch nicht finden und dachte, wahrscheinlich haben wilde Tiere sie verschlungen. Er ging weiter und konnte etwas zu Essen finden. Sie ging weiter und kam an den Ort, wo der junge Mann lebte (das war der obengenannte Bürgersohn). Sie war nun von wildem Haarwuchs überwuchert, so erkannten sie einander nicht. Gleich, als sie ankam, freute er sich sehr, dass noch ein Mensch hierhergekommen war.

Er fragte sie: „Von wo bist du hierhergekommen“? Sie antwortete: „Ich war mit einem Händler auf dem Meer usw.“ Dann fragte sie ihn: „Von wo kamst du hierher“? Und auch er antwortete: „Durch einen Kaufmann“. Sie blieben beide dort.

Nachdem die Tochter des Kaisers entführt worden war, klagte die Kaiserin sehr viel und pflegte ihren Kopf gegen die Wand zu schlagen über den Verlust ihrer Tochter. Und sie drangsalierte den Kaiser schwer mit Worten.

Sie sagte zu ihm: „Wegen deines Stolzes hast du den jungen Mann unterdrückt und nun ist unsere Tochter verloren“!

Auch sagte sie zu ihm: „Sie war unser ganzes Vermögen und unser ganzer Erfolg. Jetzt haben wir sie verloren. Was bleibt mir noch“?

Und sie drangsalierte ihn schwer. Auch für ihn selbst war es sicherlich sehr bitter, dass seine Tochter verloren war, zusätzlich nagte die Kaiserin an ihm und quälte ihn sehr.

Also gab es große Streitereien und Gezänk zwischen ihnen und sie sagte gemeine Dinge zu ihm und sie machte ihn so elend, bis er befahl, sie zu exilieren. Er setzte Richter ein, um sie zu richten und sie wurde verbannt.

Danach begab der Kaiser sich auf einen Kriegszug und war nicht erfolgreich. Er beschuldigte seinen General: „Weil du dies und jenes getan hast, haben wir den Krieg verloren“.

Er verbannte den General. Danach zog er erneut in den Krieg und war wieder nicht erfolgreich. Er verbannte noch mehr Generäle.

Das Land merkte, dass er merkwürdige Dinge tat, erst verbannte er die Kaiserin, dann die Generäle. Sie (die Bürger) entschieden: „Vielleicht umgekehrt – die Kaiserin solle gerufen werden und er solle verbannt werden und sie solle das Land regieren. Sie taten das und verbannten den Kaiser, die Kaiserin kam zurück und regierte über das Land.

Und die Kaiserin schickte sofort nach dem Bürger und der Bürgerin, sie sollen zurückgebracht werden (die der Kaiser erniedrigt und zu Armen gemacht hatte). Und sie brachte sie in den Palast.

Der Kaiser, während er ins Exil geschickt wurde, flehte jene an, die ihn transportierten, sie mögen ihn freilassen.

„Denn immerhin war ich euer Kaiser und habe euch sicher Gefallen erwiesen. Nun lasst mich dafür frei und lasset mich gehen, denn ich werde sicherlich nicht mehr in das Land zurückkommen. Ihr müsst keine Angst haben, lasst mich frei, lasst mich meines Weges gehen, damit ich das wenige Leben, das mir noch bleibt, frei sein könne.

Sie ließen ihn frei und er ging weiter und weiter.

Inzwischen gingen einige Jahre vorbei und der Kaiser ging weiter und weiter, bis er an das Meer kam. Auch sein Schiff wurde von dem Wind weggetragen und er erreichte die Wüste, bis er zu dem Ort kam, an dem beide lebten (der junge Mann, der Bürgerssohn und seine Tochter, die Schönheit, die jetzt Männerkleidung trug). Sie erkannten einander nicht, denn jetzt war der Kaiser schon mit Harren überwuchert und da einige Jahre vergangen waren, waren auch sie von Haaren überwachsen.

Sie fragten ihn: „Von wo bist du gekommen“? Und er antwortete: „Durch einen Händler“. Und auch sie antworteten ihm auf diese Weise. Die drei blieben dort zusammen, aßen und tranken dort. Und sie spielten auf Musikinstrumenten, denn sie konnten alle spielen, dieser war ein Kaiser und ebenso konnten sie spielen.

Und er, der junge Mann war die Berie (der Kompetente) unter ihnen, denn er war schon lange Zeit dort. Er brachte ihnen Fleisch und sie aßen und verbrannten dort Holz, das in besiedelten Gebieten kostbarer war, als Gold. Der junge Mann bewies ihnen, dass es dort gut für sie war. Verglichen mit dem Guten, das Menschen in der Welt der Zivilisation hatten, war es besser, hier zu bleiben und ihre Jahre hier zu Ende zu leben.

Sie fragten: „Was für Gutes hattest du, dass du sagst, es sei hier besser für dich“?

Er antwortete ihnen und erzählte ihnen, was ihm geschehen war, dass er ein Bürgerssohn war usw., bis er hierhergekommen war und was nützte es ihm, ein Bürgerssohn zu sein – er hatte alles Gute, hier auch hatte er alles Gute. (So pflegte der junge Mann es ihnen immer wieder zu sagen und es ihnen immer wieder zu beweisen, wie gut es war, ihr Leben hier zu Ende zu leben.

Der Kaiser fragte ihn: „Hast du jemals von dem Kaiser gehört“? Er antwortete, dass er von ihm gehört habe. Er fragte ihn, ob er von der Schönheit gehört hatte und er antwortete ebenfalls mit „Ja“.

Der junge Mann begann, mit Wut zu sprechen und sagte: „Der Mörder“! (Als ob jemand mit den Zähnen knirschte, so sprach der junge Mann zornig über den Kaiser, über den sie sprachen, denn er wusste nicht, dass er zu dem Kaiser selbst sprach).

Er fragte: „Warum ist er ein Mörder“? Er antwortete: „Aufgrund seiner Grausamkeit und seiner Arroganz bin ich hier gelandet“. Er fragte ihn: „Wie ist das geschehen“?

Der junge Mann beschloss, dass er hier nichts zu befürchten hatte, also sprach er zu ihm und erzählte seine ganze Geschichte, was ihm geschehen war. (Es scheint, dass er anfangs nicht die ganze, richtige Geschichte erzählt hatte – nur dass er ein Bürgerssohn war).

Er fragte ihn: „Sollte der Kaiser in deine Hände fallen, würdest du dich jetzt an ihm rächen“?

Er antwortet: „Nein (denn er war ein guter Mensch und barmherzig), im Gegenteil, ich würde ihn unterstützen, genau wie ich dir Unterstützung gebe“.

Der Kaiser fuhr fort und begann zu seufzen und zu stöhnen, was für ein schlechtes und bitteres Alter der Kaiser doch hatte! Denn er hatte gehört, seine Tochter, die Schönheit, war verloren gegangen und er selbst sei verbannt worden. Der junge Mann äußerte wieder seine Meinung: „Aufgrund seiner Grausamkeit (mit anderen Worten Erbarmungslosigkeit) and seines Stolzes, hat er sich selbst und seine Tochter verschwendet und ich bin hierher verworfen worden wegen ihm“.

Wieder fragte er ihn (der Kaiser den jungen Mann): „Wenn er dir jetzt in die Hände fallen sollte, würdest du dich an ihm rächen“?

Er antwortete ihm: „Nein, ich würde für ihn sorgen, wie ich für dich sorge“.

Da gab der Kaiser sich zu erkennen und informierte ihn, dass er selbst der Kaiser sei und was ihm widerfahren war. Der junge Mann fiel ihm um den Hals, küsste ihn und umarmte ihn. Und sie (die Schönheit, die auch zugegen war, nur in Verkleidung), hörte das alles, als sie miteinander sprachen.

Und der junge Mann hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag an drei Bäumen Zeichen zu machen und den Brief dort zu suchen. Denn es gab Tausende und Tausende von Bäumen, so pflegte er an den Bäumen, die er schon durchsucht hatte, ein Zeichen zu machen, damit er am nächsten Tag nicht mehr dort suchen musste. Vielleicht würde er die Schriftnote finden (das war der Brief, den sie ihm geschrieben hatte und den er zwischen den Bäumen verloren hatte). Wenn er von dort zurückkam, kehrte er mit verweinten Augen zurück, denn er weinte, wenn er suchte und nichts fand.

Sie (d.h. der Kaiser und die Schönheit) fragten ihn: „Was suchst du, wenn du zwischen den Bäumen gehst und mit ausgeweinten Augen zurückkommst“?

Er erzählte ihnen die ganze Geschichte, dass die Tochter des Kaisers ihm einen Brief geschrieben habe. Er habe ihn in einem der Bäume versteckt, dann war ein Sturm gekommen usw. Nun suche er, vielleicht könne er ihn finden.

Und so war es. Sie gingen auch mit ihm und die Tochter des Kaisers fand den Brief in einem Baum und sie sah, dass es ihre eigene Schrift, von ihrer Hand, war.

Sie dachte, wenn sie ihm sofort offenbarte, dass sie es selbst war und dann diese Kleider ablegen und ihre wahre Schönheit offenbarte und wieder eine Schönheit wurde, wie zuvor, könne er kollabieren und sterben. Und sie wollte, dass es auf eine koschere Art geschah, gesetzlich (mit anderen Worten, sie konnte ihn hier in der Wildnis nicht heiraten, denn sie musste ihn heiraten, wie es sein sollte).

Sie kam zurück und gab ihm den Brief und sagte ihm, sie habe ihn gefunden (Mit anderen Worten, sie sagte ihm noch nicht, dass sie es selbst war, sie sagte im einfach, sie habe den Brief gefunden). Sofort fiel er nieder und wurde bewusstlos. Sie belebten ihn und es herrschte große Freude.

Später sagte der junge Mann: „Was nützt mir der Brief hier? Wie werde ich sie jemals finden? Denn sicherlich ist sie jetzt bei einem König (er dachte, sie wäre von dem Mörder verkauft worden, wie der Kaiser es gesagt hatte). Welchen Nutzen habe ich davon? Ich werde hier meine Jahre beenden“.

Er ging und gab ihr den Brief zurück und sagte zu ihr: „Hier! Nimm den Brief für dich selbst, du wirst gehen und sie heiraten (denn sie war verkleidet als Mann).

Sie wollte gehen und bat den jungen Mann, mit ihr zu gehen, „denn ich werde sie sicher nehmen und ich werde dir einen Anteil an meinem Guten geben“. (in anderen Worten, die Tochter des Kaisers, die als Mann verkleidet war, sprach so zu dem jungen Mann).

Der junge Mann sah, dass dies ein weiser ‚Mann‘ sei und werde sie sicher heiraten, er wollte mit ‚ihm‘ mitgehen (mit der Tochter des Kaisers, von der er dachte, sie sei ein Mann). Und der Kaiser blieb alleine, denn er hatte Angst, in sein Land zurückzukehren. Sie bat ihn, auch mitzukommen, denn ‚er‘ würde sicher die Schönheit heiraten.

„Du hast nichts mehr zu befürchten (mit anderen Worten sagte sie zu ihm ‚ich werde sicher die Schönheit ausfindig machen, also hast du nichts mehr zu befürchten, denn das Masel wird zurückkehren, wenn sie gefunden wird‘). Und dir wird befohlen werden, zurückzukommen“.

Die drei machten sich zusammen auf den Weg und mieteten sich ein Schiff und sie kamen in das Land, in dem die Kaiserin lebte. Sie kamen in die Stadt, in der sie wohnte und ankerten das Schiff. Die Tochter des Kaisers dachte sich, wenn sie ihre Mutter sofort informierte, dass sie zurückgekommen war, könne sie sterben. Sie schickte ihrer Mutter eine Nachricht, dass es eine Person gab, die Wissen über ihre Tochter hatte.

Dann ging sie selbst zu ihrer Mutter und erzählte ihr (in diesen Worten) „Und sie (die Tochter) ist auch hier“.

Danach sagte sie ihr die Wahrheit: „Ich bin es selbst“!

Und sie informierte sie, dass ihr Bräutigam, das heißt, der Sohn des Bürgers, auch da war. Sie sagte ihrer Mutter jedoch, sie wolle es nicht anders, nur wenn ihr Vater, der Kaiser an seinen Platz zurückgesetzt werde. Ihre Mutter wollte das überhaupt nicht, denn sie war sehr böse auf ihn, weil all dies wegen ihm geschehen war. Dennoch musste sie es tun für ihre Tochter.

Man wollte ihn (den Kaiser) zurückbringen – er war jedoch nirgends zu finden. Da sagte ihre Tochter ihr, dass er auch hier mit ihnen war. Die Hochzeit fand statt und die Wonne war vollkommen. Und das Königreich und die Kaiserin nahmen ihre Herrschaft an, das heißt, des Bürgerssohnes und der Schönheit, die geheiratet hatten. Sie herrschten über den Globus, das heißt, die gesamte Welt. Amen und Amen.

Danach hatte der alte Kaiser keine Größe mehr, denn alles war wegen ihm geschehen. Der Bürger hatte enorme Bedeutung, denn er war der Vater des hauptsächlichen Kaisers. Der Matrose wurde im Gesicht geohrfeigt und geohrfeigt und hinausgeworfen.

Aufzeichnungen nach der Geschichte

Bei Lot heißt es „In die Berge fliehe für Erlösung“ (Gen. 19:17) Das ist ein Bürger << auf Jiddisch Barg heißt Berg>>, und von ihm kommt Moschiach heraus. Möge er bald in unseren Tagen kommen, Amen.

Die Juden in Ägypten hatten Kennzeichen, wer der Erlöser sein werde usw. <<Pokoid Pokadeti (Exodus 3:16; „Ich erinnere Mich deiner“ – derjenige, der diesen Satz zu ihnen spricht, er ist der Erlöser. Und es ist eine erstaunliche Sache, denn ganz Israel wusste davon – was ist also dieses Zeichen? Es könnte sein, dass es nicht überliefert wurde, außer an die Ältesten>>. Und für den endgültigen Erlöser, der kommen wird, gibt es sicher ebenfalls Merkmale.

Der Moschiach wird jedem Juden erzählen, was jeden Tag mit ihm geschehen ist. Tamar verlor auch die Kennzeichen, wie es im Midrasch steht (Bereischit Rabba 85:11 – siehe auch Me-Am Loetz). Auch als sie verbrannt werden sollte, kam der Samech -Mem (der Satan) und entfremdete ihr die Kennzeichen. Der Engel Gabriel kam und brachte sie zurück, wie es im Midrasch steht. Und von ihr kommt der Moschiach hervor, schnell in unseren Tagen, Amen.

Geschichte 11

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