Eine Geschichte. Es war einmal ein König. In seinem Heim befand sich eine Magd, welche die Königin bediente. (Wahrscheinlich durfte keine Köchin sich in der Gegenwart des Königs befinden, doch diese Magd hatte eine andere, mindere Aufgabe. Sie war eine Magd von geringem Ansehen). Die Zeit kam, als die Königin ein Kind bekommen sollte und die Magd erwartete ihr Kind zu der gleichen Zeit. Die Großmutter >>Hebamme<< ging und vertauschte die Säuglinge, um zu sehen, was geschehen würde; was daraus entstehen könne. Also nahm sie das Kind des Königs und legte es neben die Magd und das Kind der Magd legte sie neben die Königin.
Danach begannen die Kinder aufzuwachsen und der Sohn des Königs (das Kind, das bei dem König aufwuchs, von dem man dachte, er sei der Sohn des Königs) wurde erzogen (das heißt, groß gemacht) und erhoben, bis er sehr groß wurde, er wurde zu einem Ungetüm. Und der Sohn des Königs (der von der Magd aufgezogen wurde, der in Wahrheit der Sohn des Königs war) wuchs im Hause der Magd auf und beide Kinder lernten zusammen in einem Schulraum.
Des Königs richtiger Sohn (der „der Sohn der Magd“ genannt wird), seine Natur zog ihn zu Angelegenheiten des Königtums, nur dass er im Hause der Magd aufwuchs. Hingegen der Sohn der Magd (der „des Königs Sohn“ genannt wurde), seine Natur zog ihn zu anderem Verhalten, nicht wie das Benehmen eines Königs. Er wurde jedoch in des Königs Hof aufgezogen, also musste er sich königlich benehmen, denn so war er erzogen worden.
Nun, die Großmutter, weil die Gedanken der Frauen wankelmütig sind (d.h. Frauen sind leichtsinnig), in anderen Worten, sie können sich nicht beherrschen, ging und verriet das Geheimnis einer Person, dass sie die Kinder vertauscht hatte. So sagte eine Person es der anderen, bis das Geheimnis enthüllt wurde, wie es so auf der Welt geschieht, bis die Welt leise davon sprach, dass des Königs Sohn vertauscht worden war.
Natürlich war es nicht gestattet, offen darüber zu sprechen, damit der König nicht dahinterkam. Denn was würde der König in solch einem Falle tun? Er kann es nicht richten, er kann es nicht glauben, denn vielleicht ist es eine Lüge. Und wie kann er den Tausch rückgängig machen? Deshalb war es ihnen sicher verboten, es vor dem König zu offenbaren. Jedoch unter sich verleumdete die Öffentlichkeit im Stillen.
Dann kam ein Tag, an welchem jemand daherkam und das Geheimnis vor dem Sohn des Königs lüftete, wie man über ihn sagte, er sei vertauscht worden. „Jedoch du kannst das nicht untersuchen, denn es geziemt sich nicht für dich. Und wie kann man so eine Sache untersuchen? Ich sage es dir nur, damit du es weißt. Denn vielleicht wird es eine Verschwörung gegen die Monarchie geben; die Verschwörung wird dadurch stärker werden, denn man wird sagen, sie nehmen den Sohn des Königs als König. Das heißt, diejenigen, die sagen, er sei der wahre Sohn des Königs. Deshalb musst du Pläne schmieden über den jungen Mann“. (All das sagte die Person zu dem Königssohn, der in Wahrheit der Sohn der Magd war).
Der Königssohn ging (der, den man den Königssohn nannte) (die Regel ist, wo immer der Königssohn erwähnt wird, ist die Rede von dem vertauschten Sohn, er ist in Wirklichkeit der Sohn der Magd, nur wird er Königssohn genannt, weil er vom König aufgezogen wurde. Gleichermaßen, wo von dem Sohn der Magd die Rede ist. Nur wenn „des Königs richtiger Sohn“ erwähnt wird, oder „der wahre Sohn der Magd“, ist es die Wahrheit) und begann, den Vater des anderen zu belästigen (der in Wirklichkeit sein eigener Vater war) und arrangierte alles, um ihm Böses zu tun. Und er fuhr fort, ihm ununterbrochen Probleme zu bereiten, um ihn zu zwingen, sich und seinen Sohn zu entwurzeln. Während der König noch lebte, hatte er diese Befugnisse nicht, dennoch tat er ihm dauernd Böses an.
Dann wurde der König alt und starb, also übernahm er (der Sohn der Magd, der sich nun König nannte) das Königreich. Er tat nun dem Vater des anderen noch mehr Schlechtes an (dem Vater des Sohnes der Magd, der in Wirklichkeit der Sohn des Königs war und der Vater war wirklich der eigene Vater dessen, der die Regierung an sich genommen hatte, denn sie waren vertauscht worden) und tat ihm in einer versteckten Art Böses an, damit die Leute nicht wussten, dass es von ihm kam, denn das war unziemlich vor dem Volk. Und er bereitete ihm eine Not nach der anderen.
Dieses Sohnes Vater verstand, dass man ihm Probleme bereitete, wegen jener Sache (weil die Welt sagte, dass man die Kinder vertauscht hatte).
Er sprach zu seinem Sohn (das war der Bedienstete, der Mann der Magd, dem ständig Böses angetan wurde, damit er seinen Sohn vertreibe, weil gesagt wurde, die Kinder seien vertauscht worden) und erzählte ihm die ganze Geschichte und sprach zu ihm: „Ich habe großes Mitleid mit dir, denn was auch immer die Wahrheit ist: wenn du wirklich mein Kind bist, dann bedauere ich dich; wenn du jedoch in Wahrheit nicht mein Kind bist, sondern des Königs Sohn, dann habe ich noch viel größeres Mitleid mit dir, denn jener (der die Regierung übernommen hat), will dich vollständig vertreiben, der Himmel möge es verhüten. Deshalb musst du dich entwurzeln (d.h. weglaufen) von hier.
Er war sehr verärgert darüber und für ihn war es extreme Ungerechtigkeit. Inzwischen jedoch bereitete der König (derjenige, der König geworden war an Stelle seines Vaters), ihm ständige qualen, eine nach der anderen. Der Sohn (des Königs wahrer Sohn, der vertauscht worden war) beschloss, dass er weglaufen musste. Sein Vater gab ihm viel Geld und er ging weg.
Der Sohn war sehr zornig, dass er ohne Grund aus seiner Heimat verbannt worden war. Er sah sich selbst an, „Weshalb verdiene ich es, vertrieben zu werden? Wenn ich wirklich des Königs Sohn bin, verdiene ich es sicherlich nicht, vertrieben zu werden. Und auch wenn ich nicht des Königs Sohn bin, verdiene ich es nicht, ein Flüchtling zu sein (das ist einer, der weglaufen muss) ohne Grund. Denn was ist meine Sünde? Wessen bin ich schuldig?
Es verärgerte ihn sehr und aus diesem Grund begann er zu trinken und ging in Bordelle (das sind Häuser, in denen Prostituierte leben). Und er ging und verbrachte die Zeit seiner Jahre damit, sich zu betrinken und zu tun, was sei Herz begehrte, da er grundlos vertrieben worden war.
Und der König (der falsche Prinz, der Vertauschte, der König geworden war) übernahm die Regierung mit Macht. Wenn er etwas hörte, dass die Leute mit Stärke murmelten, oder etwas diskutierten darüber (dass sie vertauscht worden waren), strafte er und folterte sie und rächte sich an ihnen. Und er regierte mit Kraft.
Und dann kam der Tag, als der König sich mit seinen königlichen Ministern auf die Jagd begab (Navlovya – das bedeutet das Fangen von Tieren). Sie kamen an einen angenehmen Ort, da gab es einen Wasserstrom vor diesem Platz. Sie blieben dort stehen, um sich auszuruhen und wollten dort herumgehen. Der König legte sich ein wenig hin und er erinnerte sich der Tat, die er getan hatte, dass er jenen Sohn ohne Grund vertrieben hatte.
„Es spielt keine Rolle, was die Wahrheit ist: wenn er wirklich des Königs Sohn ist, ist es nicht genug, dass er vertauscht wurde? Weshalb sollte er zusätzlich ohne Grund vertrieben werden? Und wenn er nicht des Königs Sohn ist, verdient er es auch nicht, vertrieben zu werden, denn womit hat er gesündigt“?
So betrachtete der König die Dinge auf diese Art und fühlte Gewissensbisse über die Vergehen und das große Unrecht, dass er begangen hatte. Der König konnte sich nicht entscheiden, was er tun sollte. Denn es war unmöglich, dies mit jemandem zu besprechen, oder sich zu beraten (denn man schämt sich offensichtlich, das mit jemandem zu besprechen). Der König wurde sehr deprimiert und voller Sorge. Er beorderte die Minister zurück, denn da Angst ihn befallen hatte, gab es keinen Anlass mehr, zu lustwandeln. Sie kehrten heim. Als der König heimkehrte, hatte er viele Anliegen und wichtige Angelegenheiten und beschäftigte sich mit diesen. Der Tatbestand (dass ist die Sorge und die Gewissensbisse, die er hatte, weil er den anderen grundlos vertrieben hatte) verließen sein Denken.
Und der, der vertrieben worden war (der wahre Sohn des Königs) tat, was er tat und verschwendete sein Geld. Einmal ging er alleine spazieren, legte sich hin und er erinnerte sich, was ihm geschehen war. Er begann zu denken: „Was hat G-tt mir getan? Wenn ich tatsächlich der Sohn des Königs bin, verdiene ich das sicher nicht, wenn ich auch nicht des Königs Sohn bin, verdiene ich es auch nicht, ein Flüchtling, ein Exilierter zu sein“.
Danach beschloss er: „Genau im Gegenteil. Wenn es so ist, dass G-tt, gelobt sei Er, tatsächlich so etwas tun kann, dass ein Königssohn vertauscht werde und ihm solche Dinge widerfahren – soll ich mich auf solche Weise verhalten?! Ist es richtig, was ich getan habe? Geziemt es sich für mich, dass ich mich so benommen habe, wie ich es getan habe“?
Und er fühlte große Pein und starke Reue über die schlechten Taten, die er getan hatte. Dann kehrte er zurück nach Hause, wo er wohnte und begann wieder zu trinken. Jedoch da er schon begonnen hatte, Reue zu empfinden, verwirrten ihn die Gedanken von Reue und Busse, die ihm ständig in den Sinn kamen, sehr.
Einmal legte er sich schlafen und träumte, dass an einem gewissen Ort, an einem gewissen Tag ein Markt stattfinden würde. Daher solle er hingehen und die erste Sache, die er finden könne – jede gewinnbringende Arbeit – solle er sofort annehmen, selbst wenn sie seiner Würde nicht entsprach (so lautete sein Traum). Er erwachte plötzlich und der Traum haftete sehr stark an seinen Gedanken. Manchmal geschieht es, dass man die Angelegenheit sofort vergisst – dieser Traum jedoch drang tief in seine Gedanken ein. Nichtsdestotrotz fiel es ihm sehr schwer, das zu tun und er ging und trank >>sogar<< noch mehr. Er träumte den Traum mehrere Male und der Traum verwirrte ihn sehr.
Einmal sagte man im Traum zu ihm: „Wenn du mit dir selbst Mitleid haben willst, solltest du es tun (d.h. zu dem Markt gehen).
Nun musste er schon dem Traum folgen. Er ging und gab das Geld, das er noch hatte weg. Er gab es dem Wirtshaus, in dem er wohnte und seine gute Kleidung, die er noch hatte, ließ er auch in dem Gasthaus. >>In dem Buch Das Leben des Rabbi Nachman wird erklärt, das sei nicht als Zahlung für das Gasthaus gewesen. Rabbi Nachman sagte, diese kleine Einzelheit, wie auch jedes kleine Detail dieser Geschichten sei extrem kritisch<<. Er nahm sich einfache Kleidung wie ein Kaufmann, das war ein Overall >>Pintsche<<, reiste zu dem Markt und kam dort an. Er stand sehr früh auf und begab sich zu dem Markt.
Ein gewisser Händler begegnete ihm und fragte ihn: „Hättest du gerne Arbeit“? Er antwortete ihm: „Ja“.
Er sagte zu ihm: „Ich muss diese Tiere hier treiben. Willst du dich bei mir verdingen“?
Und er hatte keine Zeit, mit Verstand zu überlegen wegen des Traumes (denn der Traum war, dass er die erste gewinnbringende Arbeit annehmen musste).
Er sagte sofort: „Ja“.
Der Händler stellte ihn sofort ein und begann sofort, über ihn zu regieren, wie ein Meister über seinen Diener.
Er begann, auf sich zu sehen, was er getan hatte, denn sicherlich war eine solche Knechtschaft nicht für ihn geeignet, weil er ein empfindlicher Mann war und jetzt würde er Tiere treiben müssen und mit den Tieren zu Fuß gehen. Es war jedoch zu spät für Reue und der Kaufmann herrschte über ihn wie ein Meister.
Er fragte den Händler: „Wie soll ich alleine mit den Tieren gehen“?
Er antwortete: „Ich habe noch mehr Hirten, die meine Tiere führen. Du wirst zusammen mit ihnen gehen“.
Er übergab in seine Hände Tiere, um sie zu treiben. Er führte die Tiere aus der Stadt und die übrigen Hirten, die Tiere trieben, versammelten sich dort und zusammen gingen sie weiter.
Er trieb die Tiere und der Kaufmann ritt auf einem Pferd mit ihnen. Und der Kaufmann ritt grausam (d.h. mit Wut und ohne Mitgefühl) und gegen ihn war er besonders grausam. Er hatte immer mehr Angst vor dem Kaufmann, da er in ihm große Grausamkeit und Wut auf ihn spürte. Er fürchtete, er werde ihm mit seinem Stecken einen Schlag versetzen, von dem er sofort sterben werde (denn der Sohn des Königs war ein recht zarter Mann, aufgrund seiner Zartheit war er sehr verängstigt, daher erschien es ihm so).
Und er ging mit den Tieren und der Händler war mit ihnen und sie kamen an einen Ort. Sie nahmen den Sack, in dem das Brot der Hirten lag und er (der Kaufmann) gab ihnen zu essen; sie gaben ihm auch von dem Brot und er ass.
Danach gingen sie an einem sehr dichten Wald vorüber; zwei Tiere seiner Herde (des Sohnes, der für den Kaufmann ein Hirte geworden war) kamen vom Weg ab in den Wald. Der Kaufmann schrie ihn an und er ging den Tieren nach, um sie zu fangen. Die Tiere rannten noch weiter weg und er verfolgte sie weiter; und da der Wald sehr dicht war, konnten sie einander nicht mehr sehen, also verschwand er sofort (d.h. er war verborgen) aus ihren Augen (d.h. von den anderen, die mit ihm gingen).
Und er (der Königssohn) vor dem die Tiere weggelaufen waren, ging weiter und fuhr fort, die Tiere zu jagen und sie liefen immer wieder davon. Er lief ihnen lange nach, bis er zum dichtesten Teil des Waldes kam.
Er überlegte: „Ich werde sowieso sterben, denn wenn ich ohne die Tiere zurückkehre, werde ich durch den Kaufmann sterben. >>Denn wegen seiner großen Furcht vor dem Kaufmann dachte er, er würde ihn töten, wenn er ohne die Tiere zurückkäme<<. Und wenn ich hierbleibe, werde ich durch die wilden Tiere des Waldes sterben“
Er beschloss: „Weshalb sollte ich zu dem Kaufmann zurückkehren? Wie kann ich ohne die Tiere zu ihm gehen“?
Denn er hatte große Angst vor ihm. Er lief den Tieren weiter nach, aber sie liefen immer wieder davon.
Inzwischen war es Nacht geworden und er hatte es noch nie erlebt, alleine in solch einem dichten Wald schlafen zu müssen. Er hörte das Brüllen der wilden Tiere, die in ihrer üblichen Art brüllten. Er beschloss, auf einen Baum zu klettern und verbrachte dort die Nacht, wo er die wilden Tiere in ihrer Art brüllen hörte.
Am Morgen sah er sich um und sah, dass die verlorenen Tiere ganz nahe von ihm standen. Er stieg von dem Baum hinunter und ging, um sie zu fangen; sie liefen weiter davon. Er jagte sie weiter und sie flohen weiter. Und die Tiere fanden dort Gras zu fressen und blieben stehen, um zu grasen. Er lief ihnen nach, um sie zu fangen, sie liefen davon. Er ging ihnen weiter nach und sie entkamen – bis er zu einem sehr dichten Wald kam, wo sich schon wilde Tiere befanden, die gar keine Angst vor Menschen hatten, denn sie waren weit weg von besiedelten Gebieten.
Und wieder wurde es Nacht und er hörte die wilden Tiere brüllen und war sehr verängstigt. In der Zwischenzeit sah er einen sehr hohen Baum und er kletterte hinauf auf den Baum. Sobald er oben auf dem Baum war, sah er dort einen Mann liegen. Er erschrak, war aber doch erleichtert, ein menschliches Wesen gefunden zu haben.
Sie fragten einander: „Wer bist du“? „ein Mann“. „Und wer bist du“? „Ein Mann“. „Von woher bist du gekommen“? Er wollte ihm nicht sagen, was ihm widerfahren war, also antwortete er ihm: „Durch die Tiere, die ich hütete; zwei Tiere liefen hier davon, so kam ich hierher“.
Im Gegenzug fragte er den Mann, den er auf dem Baum getroffen hatte: „Von wo bist du hierhergekommen“?
Er antwortete ihm: „Ich kam hierher wegen eines Pferdes; ich machte eine Pause, um mich auszuruhen und das Pferd irrte in den Wald ab. Ich lief ihm nach, um es einzufangen, doch das Pferd lief weiter, bis ich hierherkam“.
Sie vereinbarten untereinander, dass sie zusammenbleiben wollten und auch zusammenbleiben wollten, wenn sie in die Zivilisation zurückkehren würden. Die zwei schliefen in jener Nacht dort und sie hörten die Geräusche der brüllenden wilden Tiere sehr laut.
Gegen Morgenhörten sie ein großes Gelächter (ha, ha, ha) über den ganzen Wald (in anderen Worten, das Gelächter war in dem ganzen Wald zu hören), denn es war ein sehr großes Lachen, in einem Ausmaß, dass der Baum von dem Geräusch des Lachens zitterte. Er wurde sehr verängstigt und hatte große Furcht davor.
Die andere Person sagte zu ihm (das war der Mann, den er auf dem Baum getroffen hatte): „Ich habe davor überhaupt keine Angst, denn ich habe schon einige Nächte hier geschlafen; wenn es auf den Morgen zugeht, hört man das Gelächter, in einem Ausmaß, dass alle Bäume zittern und beben“.
Er war sehr ängstlich und sagte zu dem anderen: „Es scheint, dass dies hier ein Ort ‚jener Leute‘ ist (das heißt Dämonen), denn in besiedelten Gebieten hört man überhaupt niemals ein solches Lachen, denn wer hat schon Gelächter gehört über der ganzen Welt“?
Dann wurde es gleich Tag. Sie schauten und sahen, dass die Tiere des einen dort standen, das Pferd des anderen stand auch da. Sie gingen hinunter und begannen, nachzulaufen – dieser seinen Tieren, der andere seinem Pferd. Und die Tiere rannten weiter weg und er lief weiter nach usw. Und ebenso lief der andere seinem Pferd nach und das Pferd lief immer weiter weg. Bis sie >>die beiden Männer<< voneinander getrennt wurden und einer wusste nicht vom anderen.
In der Zwischenzeit fand er (des Königs Sohn, der immer noch den Tieren nachlief) einen Sack mit Brot. Das ist sicherlich sehr wichtig in einer Wildnis, also nahm er den Sack über seine Schulter und ging weiter den Tieren nach.
In der Zwischenzeit begegnete er einem Mann. Anfangs hatte er Angst, jedoch dennoch freute er sich, dass er hier einen Mann getroffen hatte.
Der Mann fragte ihn: „Wie bist du hierhergekommen“? Und er fragte auch den anderen Mann: „Wie bist du hierhergekommen“?
Der andere Mann antwortete ihm: (mit einem Ausdruck des Erstaunens): „Ich, meine Eltern und die Eltern meiner Eltern wurden hier aufgezogen. Aber du? Kein Mann kommt jemals von den besiedelten Gebieten hierher“.
Er hatte große Angst, denn er verstand, dass dies überhaupt kein menschliches Wesen war, denn er sagt, seine Vorfahren seien hier aufgezogen worden und kein Mensch aus der Zivilisation komme hierher, also verstand er, dass dies gar kein menschliches Wesen war. Jedoch hatte er ihm überhaupt nichts getan und war einladend (d.h. der Mann des Waldes tat dem Königssohn, der seinen Tieren nachgelaufen war, nichts an).
Und der Mann des Waldes fragte ihn: „Was tust du hier“? Und er antwortete ihm, dass er seinen Tieren nachlaufe.
Der Mann (des Waldes) sagte zu ihm: „Höre endlich auf, deinen Sünden nachzulaufen, es sind überhaupt keine Tiere, sondern deine Sünden, die dich herumführen. Du hast deines bereits erhalten (d.h. du hast bereits deine Strafe bekommen). Nun höre auf, sie zu jagen. Komm mit mir; du wirst das erreichen, was zu dir passt“.
Er ging mit ihm und fürchtete sich zu sprechen, denn so ein Mann könnte seinen Mund öffnen und ihn verschlingen. Er folgte ihm.
Danach begegnete er seinem Freund, der seinem Pferd nachjagte. Sobald er ihn sah, zwinkerte er ihm zu (um ihm zu signalisieren), dass dies überhaupt kein menschliches Wesen sei; „habe garkeinen Umgang mit ihm, denn das ist kein menschliches Wesen“.
Er ging gleich zu ihm und wisperte in sein Ohr, dass dies kein menschliches Wesen sei usw…. In der Zwischenzeit sah sein Freund (der Mann mit dem Pferd), dass er einen Sack mit Brot auf der Schulter hatte.
Er begann, an ihn zu appellieren: „Mein Bruder! Es ist schon Tage her, seit ich etwas gegessen habe. Gib mir Brot“!
Er antwortete ihm: „Hier in der Wildnis hilft nichts. Da mein Leben Vorrang hat, brauche ich das Brot für mich selbst“.
Er begann zu betteln und bitten: „Ich werde geben, was ich dir geben werde“. (Doch in der Wildnis wiegt kein Geschenk Brot auf).
Er antwortete ihm: „Was kannst du mir in der Wildnis für Brot geben“?
Er sagte zu ihm: (der Mann mit dem Pferd, der um Brot bettelte, sagte zu dem Mann mit den Tieren, welcher der wahre Königssohn war) „Ich gebe mich selbst vollständig; ich verkaufe mich selbst an dich für Brot“.
Er (der Mann mit den Tieren) beschloss: „Einen Menschen zu kaufen, das ist es Wert, ihm Brot zu geben“.
Also kaufte er ihn als Sklaven auf Lebenszeit. Und er schwor einen Eid, dass er für immer sein Sklave sein wolle, sogar wenn sie in die Zivilisation zurückkehrten und er würde ihm Brot geben“. Das heißt, sie würden beide aus dem Sack mit Brot essen, bis der leer war.
Und sie gingen zusammen und folgten dem Mann des Waldes; und der Sklave ging hinter ihm. (Das heißt, der Mann mit dem Pferd, der sich selbst als Sklave verkauft hatte, folgte dem Mann mit den Tieren, denn er war bereits sein Sklave. Und beide folgten dem Mann aus dem Wald).
Zwischenzeitlich wurde es ein wenig leichter für ihn, (da er nun einen Diener hatte). Wenn er etwas aufheben musste, oder etwas zu tun hatte, befahl er seinem Sklaven, es aufzuheben oder es zu tun. Also folgten sie dem Mann des Waldes und kamen an einen Ort, an dem es Schlangen du Skorpione gab und er wurde sehr erschrocken.
Wegen seiner Angst fragte er den Mann des Waldes: „Wie werden wir diesen Teil überschreiten“?
Der antwortete ihm: „Aber (wenn dies ein Problem ist) was dann (-wie wirst du das Folgende lösen) – wie wirst du mein Haus betreten“? und er zeigte ihm sein Haus, dass in der Luft schwebte. Sie gingen mit ihm und er brachte sie sicher hinüber. Er nahm sie mit in sein Haus, gab ihnen Essen und Trinken und ging weg.
Und er (d.h. des Königs wirklicher Sohn, der die Tiere getrieben hatte), befahl seinem Sklaven alles, was er brauchte. Es verärgerte den Sklaven sehr, dass er sich für eine Stunde lang Brot verkauft hatte, als er das Brot zum Essen gebraucht hatte. Denn nun hatte er bereits genug zu Essen und würde nun wegen einer Stunde ein ewiger Sklave bleiben.
Er stieß einen großen Seufzer aus und stöhnte: „Was ist mit mir geschehen, dass ich ein Sklave sein muss“?
Er fragte ihn (des Königs wahrer Sohn, der sein Meister war, fragte ihn): „Was für eine Art von Größe besaßest du, dass du stöhnst, was mit dir geschehen ist“.
Er antwortete ihm und erzählte ihm, dass er ein König gewesen war; man sagte über ihn, er sei vertauscht worden usw.
(Denn dieser Mann mit dem Pferd war wirklich der König selbst, der in Wirklichkeit der Sohn der Magd war). Er hatte seinen Freund verjagt (des Königs wahren Sohn). Eines Tages überkam ihn der Gedanke, dass er nicht richtig gehandelt habe und er bereute es. Reue überkam ihn immer wieder wegen der gemeinen Handlung und wegen des großen Unrechts, das er seinem Freund angetan hatte. Einmal träumte er, seine Sühne sei, er solle das Königreich wegwerfen und dahinziehen, wo sein Auge ihn hinführte und damit würde er seine Sünde beheben. Er wollte es nicht tun, doch der gleiche Traum erschien ihm immer wieder, dass er es tun solle, bis es sich in seinen Gedanken festgesetzt hatte, dass er es tun solle. Und er dankte ab vom Thron und ging, wohin er ging, bis er hierhergekommen war. Und nun würde er ein Sklave sein.
Der andere hörte das alles und blieb still (des Königs wahrer Sohn, der die Tiere getrieben hatte, hörte all dem zu, was er ihm erzählte). Er dachte bei sich: „Ich weiß schon, wie ich mit dir zu verfahren habe“.
Des Nachts kam der Mann des Waldes und gab ihnen zu Essen und zu Trinken und sie verbrachten dort die Nacht. Gegen Morgen hörten sie das große Gelächter, bis alle Bäume wackelten. Es zerbrach alle Bäume (das Geräusch des Gelächters). Er drang auf ihn ein (d.h. der Sklave bedrängte den wahren Sohn des Königs, der sein Meister war), den Mann des Waldes zu fragen, was das war.
Er fragte ihn: „Was ist das - solch ein großes Lachen, so kurz vor dem Morgen“?
Er antwortete ihm: „Das ist der Tag, der lacht über die Nacht, denn die Nacht fragt den Tag ‚weshalb geschieht es, wenn du kommst, habe ich keinen Namen mehr‘?
Der Tag stößt ein großes Lachen aus und dann wird es Tag. Und dies ist das Lachen, das man nahe dem Morgen hört“.
Das war ein großes Wunder für ihn, denn es ist etwas sehr Außergewöhnliches, dass der Tag lacht über die Nacht. (Nun konnte er nicht mehr weiter fragen, da der andere in solcher Sprache geantwortet hatte).
Am Morgen ging der Mann des Waldes wieder weg und sie aßen und tranken dort. Am Abend kam er zurück und sie aßen und tranken und verbrachten die Nacht dort. Während der Nacht hörten sie die Geräusche der wilden Tiere, wie sie schrien und brüllten mit wilden Geräuschen. Der Löwe brüllte und der Leopard brüllte in einem anderen Ton. Und gleichermaßen verhielt es sich mit den anderen Tieren, jedes Tier brüllte mit einem anderen Ton; und die Vögel pfiffen und klickten. Alle ließen wilde Geräusche hören. Zuerst wurden sie sehr verängstigt; sie hörten dem Geräusch nicht richtig zu wegen ihrer Angst.
Später neigten sie ihr Ohr zu dem Geräusch und hörten richtig zu. Sie hörten, dass es eine Melodie war, die sie sangen, eine extrem herrliche Melodie, die eine außergewöhnliche Rarität war. Sie hörten noch genauer zu und hörten, dass es eine extrem wunderbare Melodie war, die ein großes Wunder war und ein überaus großes Vergnügen zu hören, in einem solchen Ausmaß, dass alle anderen Freuden der Welt sich auf nichts belaufen im Vergleich zu dieser erstaunlichen, großen Freude, die man empfindet, wenn man diesen wunderbaren Ton hört.
Sie besprachen miteinander, dass sie schon hierbleiben wollten, denn sie hatten Essen und Trinken und diese Freude, die solch ein Wunder war, dass alle anderen Freuden der Welt dagegen Null und Nichts waren.
Der Sklave drängte seinen Meister (des Königs wahren Sohn) er solle ihn fragen (den Mann des Waldes), was es war. Er fragte ihn.
Er antwortete ihm: „Insofern die Sonne für den Mond eine Bekleidung angefertigt hat, haben alle Tiere des Waldes gesprochen; da der Mond ihn große Gefälligkeiten erweist, denn die Domäne der Tiere ist hauptsächlich die Nacht, denn manchmal müssen sie in bewohnte Gebiete gehen, was sie tagsüber nicht können, deshalb ist ihre Domäne die Nacht. Und der Mond erweist ihnen die Gefälligkeit, indem er des Nachts für sie scheint. Deshalb waren sie sich alle einig, dass sie eine neue Melodie zu Ehren des Mondes komponieren sollten und dies ist die Melodie, die ihr hört“.
Als sie hörten, dass es eine Melodie sei, hörten sie noch besser zu und hörten, dass es eine wunderschöne, süße Melodie war, eine unerhörte Rarität.
Er (der Mann des Waldes) antwortete ihnen: „Was, ist das so eine Neuheit für euch? Aber wenn es so ist, habe ich ein Instrument, das ich von meinen Eltern erhalten habe, die es von ihren Eltern geerbt haben. Das Instrument ist aus einem gewissen Material und gewissen Blättern gemacht und mit gewissen Farben. Wenn man das Instrument nimmt und es auf irgendein Tier legt, oder irgendeinen Vogel, beginnt es sofort die Melodie zu spielen (die Melodie, welche dieses Tier spielt)“.
Dann ertönte wieder das Gelächter und es wurde Tag und der Mann des Waldes ging wieder weg. Und er (der wahre Sohn des Königs) suchte nach dem Instrument. Er durchsuchte das ganze Zimmer und fand es nicht, doch er fürchtete sich, weiterzusuchen. Und sie (des Königs wahrer Sohn mit seinem Sklaven, der der Sohn der Magd war, der vorher König gewesen war) hatten Angst, dem Mann des Waldes zu sagen, er möge sie in die Zivilisation zurückführen.
Später kam der Mann des Waldes und sagte ihnen, er werde sie in die Zivilisation zurückführen. Und er nahm das Instrument und gab es dem wahren Sohn des Königs und sprach zu ihm: „Das Instrument gebe ich dir. Und mit ihm (diesem Sklaven, der früher König war usw.) wirst du wissen, wie du mit ihm vorgehen musst“.
Sie fragten ihn: „Wohin sollen wir gehen“?
Er sagte ihnen, sie sollen nach einem Land fragen, das mit diesem Namen benannt wird: Das Törichte Land und das Weise Königreich >>Dos Narrische Land un der Kluger Malchus<<.
Sie fragten ihn: „In welcher Richtung sollen wir beginnen, nach dem Land zu fragen“? Er zeigte es ihnen mit der Hand: Hier (wie jemand, der mit dem Finger zeigt).
Der Mann des Waldes sagte zu dem wahren Sohn des Königs: „Gehe hin in das Land und dort wirst du zu deiner Größe finden“.
Sie gingen, wohin sie gingen und wünschten sich sehr, ein Tier zu finden, um das Instrument auszuprobieren, ob es wohl spielen würde.
Jedoch sahen sie keinerlei Art von Tier.
Danach kamen sie weiter in die Zivilisation. Sie fanden Tiere und legten das Instrument auf sie und es begann, die Melodie zu spielen. Also gingen sie, bis sie zu diesem Land kamen. Und das Land war von einer Mauer umgeben und man konnte es nur durch das Eingangstor betreten. Als sie endlich an dem Tor ankamen, wollte man sie nicht hineinlassen.
Denn der König des Landes war gestorben und der Sohn hinterblieb. Der König hatte ein Testament hinterlassen: „Da das Land bis jetzt
„Dos Narrische Land un der Kluger Malchus“ geheißen hatte >>das törichte Land und der weise König<< wird es jetzt umgekehrt heißen: „Dos Kluger Land un der Narrischer Malchus“ >>das weise Land und der törichte König<<. Wer auch immer es unternehmen wird, dem Land seinen früheren Namen zurückzugeben, das heißt das Land wird wieder genannt werden das Törichte Land und der Weise König – derjenige wird König werden“.
Deshalb ließ man niemanden in das Land, außer jemandem, der gewillt war, das Land zu seinem früheren Namen zurückzuführen.
Sie sagten zu ihm: „Kannst du es übernehmen, das Land zu seinem ursprünglichen Namen zurückzuführen“?
Er konnte das gewiss nicht auf sich nehmen, also konnten sie nicht eintreten. Sein Sklave bat ihn, nach Hause zurückzukehren. Er wollte jedoch nicht umkehren, denn der Mann des Waldes hatte ihm gesagt, er solle zu diesem Land gehen und da zu seiner Größe finden.
Inzwischen kam ein anderer Mann an, der auf einem Pferd ritt. Er wollte hineingehen, aber sie ließen auch ihn deshalb nicht hinein. Inzwischen sah er das Pferd des Mannes stehen, also ging er und nahm das Instrument, legte es auf das Pferd und sofort begann es, die wunderschöne Melodie zu spielen.
Der Mann, dem das Pferd gehörte, bedrängte ihn sehr, ihm das Instrument zu verkaufen und er antwortete ihm: „Was kannst du mir geben für so ein wundervolles Instrument“?
Der Mann, dem das Pferd gehörte, sagte zu ihm: „Nun, was kannst du tun mit dem Instrument? Du kannst nur Unterhaltung bieten (Komödie) und einen Gulden einnehmen. Ich jedoch weiß etwas, das besser ist, als dein Instrument. Ich weiß etwas, das ich von den Eltern meiner Eltern erhalten habe – ein Meivin Dovor mitoich Dovor >>jemand, der eine Sache von einer anderen Sache ableiten kann<<. Wenn jemand nur ein Wort sagt, kann man durch das, was man erhalten hat, etwas verstehen aus einer (-dieser) Sache (das ist eine Sache aus einer anderen). Und ich habe dies noch keinem anderen Menschen enthüllt. Deshalb werde ich dich das lehren und du wirst mir dafür das Instrument geben“.
Er (des Königs wahrer Sohn, der das Instrument hatte) kam zu dem Beschluss, dass es wahrlich eine große Neuheit war, dass jemand ein Meivin Dovor mitoich Dovor >>etwas verstehen aus etwas anderem<< sei. Also gab er ihm das Instrument (dem Mann mit dem Pferd) und der lehrte ihn, ein Meivin Dovor metoich Dovor zu sein.
Nun ging der wahre Sohn des Königs, da er nun ein Meivin Dovor metoich Dovor war, bei dem Eingangstor hin und her und verstand, dass es für ihn wirklich möglich war, dem Land seinen früheren Namen wieder zu geben, denn er war jetzt ein Meivin Dovor mitoich Dovor geworden. Deshalb verstand er, obwohl er noch nicht wusste, wie und durch welche Mittel er dazu fähig sein werde, das Land zu seinem Namen zurückzuführen. Trotzdem, da er jetzt ein Meivin Dovor mitoich Dovor geworden war, verstand er, dass es möglich war.
Er entschied sich, zu befehlen, man solle ihn hineinlassen und er würde es auf sich nehmen, dem Land seinen Namen zurückzugeben. Was würde er dadurch verlieren? Er sagte (zu den Leuten, die ihn nicht hineinlassen wollten), sie sollen ihn hineinlassen und er würde es auf sich nehmen, dem Land seinen ersten Namen zurückzugeben. Sie ließen ihn ein und informierten die Minister, es sei ein Mann gefunden worden, der es auf sich nehmen wolle – dem Land seinen ersten Namen zurückzugeben. Sie brachten ihn zu den Ministern des Landes.
Die Minister sagten zu ihm: „Du sollst wissen, dass wir keine Narren sind, G-tt bewahre. Nur der vorige König – er war ein derart außergewöhnlich großer Weiser, dass wir gegen ihn alle Narren waren. Deshalb wurde das Land ‚das Törichte Land und der Weise König‘ genannt. Dann starb der König. Der Sohn des Königs blieb und er ist auch ein weiser Mann, jedoch gegen uns ist er gar nicht weise. Deshalb wird das Land jetzt gegensätzlich ‚das Weise Land und der Törichte König‘ genannt. Der König hinterließ ein Testament: Sollte so eine weise Person gefunden werden, die dem Land seinen ersten Namen zurückgeben könne, sie solle König werden. Und er befahl seinem Sohn, sollte diese Person gefunden werden, solle er für diese Person auf den Thron verzichten. Das heißt, wenn ein Mann gefunden werde, der ein solch außergewöhnlicher Weiser war, dass verglichen mit ihm alle töricht erscheinen würden, er solle König werden. Denn dieser Mann wird dem Land sicherlich wieder den Namen ‚das Törichte Land und der Weise König‘ geben. Deshalb sollst du wissen, was du dir hier vorgenommen hast“. (All dies sprachen die Minister zu ihm).
Zusätzlich sprachen sie zu ihm (die Minister, denn dies ist eine Fortsetzung ihrer Worte): „Die Prüfung, ob du so ein weiser Mann bist wird sein: Insofern es einen Garten gibt, der noch von dem früheren König stammt, der ein sehr großer Gelehrter war und der Garten ist eine wilde Neuheit – Metallinstrumente wachsen in ihm (das sind Werkzeuge für Metallarbeiten), silberne Instrumente und goldene Instrumente – es ist eine extrem wilde Neuheit.
Jedoch kann man den Garten nicht betreten, denn wenn jemand hineingeht, beginnen sie sofort, ihn zu jagen. Sie jagen ihn und er schreit und weiß überhaupt nichts und er sieht nicht, wer ihn verfolgt. Und so verfolgen sie ihn ständig, bis sie ihn aus dem Garten verjagen. Daher werden wir sehen, ob du weise bist – wenn du in den Garten eintreten kannst.
Er fragte, ob sie die Person, die in den Garten eintrat, schlagen würden. Sie sagten ihm, dass sie ihm hauptsächlich nachjagten und man wisse nicht, wer einen jagt und er müsse in Panik davonlaufen. Das war es, was die Leute, die hineingegangen waren, erzählt hatten. (All dies sagten die Minister zu dem wahren Königssohn).
Er stand auf und begab sich zu dem Garten. Er sah, dass es eine Mauer um den Garten gab und es standen keine Wachen dort (denn niemand kann hineingehen!). Er wanderte um den Garten (d.h. des Königs wahrer Sohn) und blickte hin. Er bemerkte, dass in der Nähe des Gartens ein Mann stand; das heißt der Mann wurde angezogen. Er blickte genauer hin und bemerkte, dass über dem Mann ein Täfelchen angebracht war, dort stand geschrieben, der Mann sei vor einigen Hundert Jahren König gewesen.
Und während der Zeit dieses Königs sei Frieden gewesen. Bis zu jenem König habe es immer Kriege gegeben und ebenso nach ihm habe es Kriege gegeben, jedoch in der Zeit dieses Königs habe Friede geherrscht.
Er verstand, weil er bereits ein Meivin Dovor betoich Dovor geworden war, dass alles von diesem Mann abhing. Wenn man in den Garten eintrat und sie begannen, ihn zu jagen, solle man überhaupt nicht weglaufen. Man solle sich nur neben diesen Mann stellen, dadurch wird man gerettet werden. Außerdem (sogar), würde man diesen Mann nehmen und ihn hineinstellen, in das Innere des Gartens, dann würde jeder friedlich in den Garten eintreten können. (All das verstand der wahre Königssohn, weil er ein Meivin Dovor mitoich Dovor geworden war).
Er stand auf und ging in den Garten hinein. Sobald sie begannen, ihn zu jagen, ging er und stellte sich neben den Mann, der außerhalb des Gartens stand und dadurch konnte er friedlich herauskommen, ohne geschädigt zu werden. Denn wenn andere den Garten betraten und verfolgt wurden, liefen sie in großer Panik davon und wurden angeschlagen. Doch er kam in Frieden und Ruhe heraus, indem er sich neben den Mann stellte.
Die Minister sahen es und waren erstaunt, dass er in Frieden herausgekommen war. Dann befahl er (d.h. des Königs wahrer Sohn rief), man solle den Mann nehmen und ihn innerhalb des Gartens aufstellen. Sie taten es und alle Minister gingen in den Garten und konnten durchgehen, hinein und hinaus, in Frieden und ohne Missgeschick.
Die Minister sagten zu ihm: „Sogar da wir von dir solch eine Sache gesehen haben, nichtsdestotrotz verdienst du für diese eine Sache noch nicht das Königtum. Wir werden dir noch eine Aufgabe stellen.
Da es noch einen Thron vom vorigen König gibt und der Thron ist sehr hoch und rund um ihn stehen alle möglichen Tiere und Vögel, aus Holz geschnitzt und vor dem Thron steht ein kleines Bett und neben dem Bett steht ein Tisch und auf dem Tisch steht eine Menora (Lampe). Von dem Thron weg führen gut ausgetretene Wege und die Wege haben Mauern und die Wege führen in alle Richtungen. Und kein Mensch hat eine Ahnung, was es mit dem Thron und den Wegen auf sich hat. Und die Wege führen weg und erweitern sich etwas – ein goldener Löwe steht dort. Und wenn sich jemand nähert, öffnet er sein Maul und verschlingt ihn. Und nach diesem Löwen erweitert sich der Weg noch mehr. Genauso verhält es sich mit allen Wegen, die von dem Thron wegführen.
Das heißt, mit einem anderen Weg, der von dem Thron wegführt, ist es auch so – wenn der Weg noch etwas weiterführt, steht dort ein anderes Tier, namentlich ein Leopard aus Eisen. Und auch dort kann man sich nicht nähern (weil er einen verschlingen würde). Und nach dem Leoparden führt der Weg noch weiter und so ist bei allen Wegen, die von dem Thron wegführen. Und diese Straßen führen weiter, durch das ganze Land und niemand weiß, was es mit diesem Thron und all diesen Straßen auf sich hat. Daher sollst du mit allen diesen Dingen geprüft werden“.
Sie zeigten ihm den Thron und er sah, dass er sehr hoch war usw…. Er ging zu dem Thron, sah ihn sich genau an und entdeckte, dass er aus demselben Holz gemacht war, wie die kleine Truhe (das ist das Instrument, das der Mann des Waldes ihm gegeben hatte). Er betrachtete ihn noch näher und bemerkte, dass an dem Thron ganz oben ein kleines Röschen >>Roisele<< fehlte und wenn der Thron dieses Röschen noch hätte, hätte er die Macht der kleinen Truhe (das ist das Instrument, das die Macht hat, eine Melodie zu spielen, wenn man es auf ein Tier legt).
Er schaute noch besser und sah, dass das Röschen, welches oben an dem Thron fehlte, unten lag – in dem Thron. Die kleine Rose musste von unten entfernt werden und oben angebracht werden, dann hätte der Thron die Macht der kleinen Truhe.
Denn der vorhergehende König hatte alles mit Weisheit getan und hatte alles verborgen, damit niemand es verstehen solle – was es bedeutet – bis ein außergewöhnlich großer Weiser kommen würde, der das vermuten würde und fähig wäre, alles zurechtzurücken und alles wie nötig anzuordnen.
So musste auch das kleine Bett, verstand er, ein wenig von dem Platz, an dem es stand, weggerückt werden. Auch der Tisch musste ein wenig von seinem Platz verschoben werden. Auch die Menora (Lampe) musste etwas von ihrem Platz verschoben werden. Wie auch die Vögel und wilden Tiere, alle mussten anders positioniert werden. Dieser Vogel musste von seinem Platz genommen werden und auf einen anderen Platz gestellt werden. Und so musste alles umgestellt werden. Denn der König hatte absichtlich alles klug verschleiert, sodass niemand wusste, was es bedeutete, bis der weise Mann, der es verstand, kommen würde und er solle alles richtig anordnen.
So auch der Löwe, der dort stand, von wo die Straßen ausgingen, sollte woanders hingestellt werden und alle mussten umgeordnet werden.
Er befahl, alles solle wie notwendig angeordnet werden: sie sollten die kleine Rose von unten herausnehmen und sie oben einfügen, wie auch alle anderen Dinge – alle sollten umgestellt werden und anders angeordnet (wie notwendig, in der gewünschten Weise). Sobald sie das getan hatten, begannen alle, die exquisite Melodie zu spielen, die eine extreme Neuheit war und alle taten, was sie tun mussten. Auf diese Weise brachten sie ihm (dem wahren Sohn des Königs, der alle diese Weisheiten demonstrierte) das Königtum ein.
Er sprach und sagte zu dem Sohn der Magd: „Nun verstehe ich, dass ich in der Tat der richtige Sohn des Königs bin und du bist in Wahrheit der Sohn der Magd“.
Geschuchte 12